Donnersbergkreis Donnersberger Echo:

Der Slogan „Kurze Beine – kurze Wege“ war in diesen Tagen häufig zu hören. Gemeint ist damit nichts anderes als der Wunsch, dass gerade jüngere Kinder möglichst keine lange Anreise zur Kita oder Grundschule auf sich nehmen sollten. Nachdem das Bildungsministerium neue Leitlinien vorlegt und die Zukunftsfähigkeit von 41 kleinen und kleinsten Grundschulen überprüfen will, steht die Dannenfelser Grundschule auf dem Prüfstand. Nun heißt „auf den Prüfstand stellen“ natürlich nicht gleich, dass die Schule auch geschlossen wird. Trotzdem regte sich diese Woche schon Widerstand dagegen. So manchem mag das übereilt vorkommen. Andererseits: Warum nicht? Es schadet sicherlich nicht, schon frühzeitig ein Signal nach Mainz zu senden und deutlich zu machen, wie die Menschen aus der Region zu einer möglichen Schließung stehen. Das wird zwar am Ende nicht allein entscheidend sein. In Mainz wird man aber dennoch die Ohren spitzen, wie die Reaktionen in den einzelnen Orten sind. Auf dem Prüfstand steht auch eine Rockenhausener Institution – die Leistungsschau. Nicht einmal die Hälfte der für die Kostendeckung notwendigen Anmeldungen hatten die Organisatoren zum Wochenbeginn vorliegen. Bis Monatsende soll nun entschieden werden, ob die Schau in diesem Jahr stattfindet. Falls nicht, wäre es die erst zweite Absage seit 1982. Das wäre schade – zum einen für die Maikerwe, die von den Besuchern der Leistungsschau profitiert. Zum anderen aber natürlich für die Organisatoren, die viel dafür tun, damit möglichst viele Firmen den Weg in die Donnersberghalle finden. Für viele Unternehmen steigt der Konkurrenzdruck, das Online-Angebot wächst, Dumpingpreise erschweren den Alltag. Natürlich verdient niemand auf einer Messe das große Geld. Aber ein sympathischer, kompetenter Auftritt soll ja so manchen Kunden überzeugen, später mit einem Auftrag wiederzukommen. Wäre es da nicht ein geeigneter Schritt, sich den Kunden in der direkten Umgebung ins Gedächtnis zu rufen? Eine Messe wie die Leistungsschau würde einen geeigneten Rahmen bieten ... An anderer Stelle brummt es dagegen in Rockenhausen. Das Team 4 der Standortentwicklung hat schon vor einiger Zeit aus der Not eine Tugend gemacht. Kein Kino in Rockenhausen? Dann eröffnen wir eins! Zumindest für wenige Tage im Jahr. Jung und Alt locken die „Rokino“-Macher seitdem mit ihren Filmen an. Mit der reinen Vorführung ist es aber nicht getan. Schließlich legen sich die Organisatoren unter anderem wirklich ins Zeug, wenn es um das passende Rahmenprogramm geht. Zahlen müssen Gäste für den Filmgenuss übrigens nichts. Das ist familienfreundlich – und bei so viel ehrenamtlichem Engagement ganz großes Kino. | Kathrin Thomas