Donnersbergkreis Donnersberger Echo:

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Jugendherbergsbesuch? Meiner war in der dritten oder vierten Klasse. Viererzimmer, leckeres Essen (auch wenn meine Geschwister mir vorher anderes erzählt hatten), ein wenig Heimweh (gegen das ein Extra-Kuscheltier und die Süßigkeitenration von daheim aber ganz gut halfen), und die Nachtwanderung war gar nicht so gruselig, wie unsere Lehrer es uns vorher weismachen wollten. Es war schön. Und es folgten noch viele weitere Jugendherbergsbesuche: Kennenlern- und Abschlussfahrten in der Schule, Seminare und Vereinsfreizeiten. Und so unterschiedlich die Zimmer, Angebote oder auch das Essen waren – eines war fast jedes Mal gleich: Wir kamen als mehr oder weniger miteinander bekannte Gruppe und gingen als eingeschworener Haufen. Vermutlich geht es vielen Klassen und anderen Gruppen, die sich in der Jugendherberge in Steinbach Woche für Woche einfinden, ähnlich. Nicht zu vergessen den zahlreichen Familien, die es an den Wochenenden hierher in die Nordpfalz zieht. Schon deshalb ist es eine prima Sache, dass es im Donnersbergkreis eine solche Einrichtung gibt. Aber die Jugendherberge tut auch der Region gut. Umso erfreulicher, dass das Deutsche Jugendherbergswerk seinen Standort in Steinbach weiter attraktiv halten will – und dafür eine Menge Geld in die Hand nimmt. Rund 14.000 Übernachtungen zählte die Herberge in diesem Jahr. Viele Touristenangebote profitieren von den Besuchern: Keltendorf oder die Weiße Grube etwa. Oder auch Gaststätten und Pfälzerwaldhütten, die hungrige Wanderer versorgen. Oder die Schwimmbäder, Geschäfte, Wanderführer – an Freizeitangeboten mangelt es hier im Kreis ja nicht. Apropos Freizeitbeschäftigungen: Die vielen schönen Wanderwege sind mit Sicherheit ein großes Pfund, mit dem der Donnersbergkreis wuchern kann. Der Gang durch die Natur lockt Junge wie Alte an. Eine traurige Entwicklung bleibt den Wanderern im Kreis aber mittlerweile leider nicht mehr verborgen: das Eschensterben. Zwischen Dannenfels und Bastenhaus – dort liegt die Waldabteilung mit dem bezeichnenden Namen „Eschdell“ – musste das Forstamt nun einige dieser erkrankten Bäume fällen. Die Förster sind machtlos. Denn eine Heilung gibt es bis heute nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das dank Forschung noch ändert. Und dass hier im Donnersbergkreis auch einige krankheitsresistente Eschen Wurzeln geschlagen haben. Die soll es nämlich Berichten zur Krankheit zufolge auch geben. Nur ein kleines Licht der Hoffnung bei düsteren Aussichten. Licht ins Dunkel haben Ermittler der Polizei im Fall des Terrassentür-Bohrers gebracht. Der Mann, der dreimal auf der Füllenweide eine Terrassentür aufgebohrt hat, sei gefasst, hieß es. Eine gute Nachricht, auch wenn die Polizei weiter zur Vorsicht rät. Gerade in der dunklen Jahreszeit. Ein wachsames Auge auf die eigene Umgebung hilft. Und keine Scheu, verdächtige Beobachtungen zu melden, wie die Polizei betont. Im besten Fall bewahren Sie jemanden davor, beraubt zu werden – und sein Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu verlieren. Das ist noch wertvoller als jede Halskette. | Kathrin Thomas