Donnersbergkreis Donnersberger Echo:

Die Durststrecke für Wasserratten hat ein Ende: Endlich beginnt wieder die Freibadsaison. In Eisenberg hat das Waldschwimmbad ja schon seit 5. Mai geöffnet, die Freibäder in Rockenhausen und Winnweiler folgen heute. Den Betreibern und Schwimmern kann man da nur eines wünschen: einen freibadtauglichen, langen Sommer, der hoffentlich ohne große Einsätze für Rettungsschwimmer und Schwimmmeister bleibt. Dass es im Kreis immerhin noch drei Freibäder gibt, ist nicht selbstverständlich. Immer mehr Kommunen setzen bei ihren Bädern den Rotstift an, da diese in der Regel Zuschussbetriebe sind. Aber: Sie sind wichtig. Schon jetzt hat bundesweit jeder vierte Grundschüler keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad, und laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft kann die Hälfte aller Grundschulabgänger nicht sicher schwimmen – ein bedenklicher Trend. Umso wichtiger, dass die Bäder in Eisenberg, Winnweiler und Rockenhausen erhalten bleiben. Also: Ticket lösen und auf zum Planschen! Man ist ja bekanntlich, was man isst. Insofern ist es nur konsequent und auch richtig, dass immer mehr Menschen beim Einkauf ihrer Lebensmittel darauf achten, wo diese eigentlich herkommen. Manchmal nimmt das aber auch absurde Züge an. So wandern beispielsweise auch gerne Salatpackungen mit großem „Bio“-Aufdruck in den Einkaufswagen – oft zu horrenden Preisen, aber öko, logisch! Dass der Salat bis zu diesem Zeitpunkt bereits durch halb Europa gekarrt wurde (auch so lassen sich die hohen Preise erklären, schließlich ist der Sprit nicht billig), wird da gerne übersehen. Zugegeben, das gilt bei Weitem nicht für jedes Bio-Produkt, das in unseren Supermärkten landet. Trotzdem lässt man sich als Kunde gerne von so manchem Bio-Siegel blenden. Das Gewissen ist irgendwie beruhigt, und der Salat schmeckt ja auch, wie Salat eben schmecken soll. Eine gute Idee für alle, die wirklich wissen wollen, wo ihr Essen herkommt, sind da Initiativen wie die von Christian Happy-Pratz aus Bennhausen. Er setzt auf solidarische Landwirtschaft. Angebaut wird ohne Chemie. Das Gemüse wächst in der nahen Umgebung. Wer etwas davon haben will, beteiligt sich mit einem festen Betrag pro Monat – und bekommt dafür mindestens einmal pro Woche eine Gemüsekiste. Auf den Tisch kommt, was gerade Saison hat. Die Gemeinschaft teilt sich Ernte, Kosten und Risiko. Wer will, kann sogar selbst mit Hand anlegen. Der Preis von 60 Euro im Monat mag viel klingen. Zumindest kann aber jeder Teilhaber sein Mittagessen theoretisch vom Einpflanzen bis zur Ernte verfolgen. Und weiß, dass sein Geld nicht in die Spritkosten für einen weiteren Lkw fließt, der gerade wieder durch halb Europa brummt.