Donnersbergkreis Donnersberger Echo:

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Mein erster Gedanke, als ich von den Plänen zur Wiederöffnung der Disco in Reichsthal gehört habe: Vor rund 25 Jahren sind wir auf der Heimfahrt vom „Metropol Dancing“ hinunter zum Messersbacherhof mit dem BMW eines Kumpels auf schneeglatter Straße in den Graben gerutscht. Was uns nicht davon abgehalten hat, kurz darauf bei ähnlicher Witterung erneut den Weg in die Höhen des Nordpfälzer Berglandes auf uns zu nehmen. Schließlich war „Reichel“ – man beachte das Wortspiel – ebenso Kult wie der Rockclub in Gundersweiler. Nicht selten ist man übrigens zwischen beiden hin- und her gependelt, um zu sehen, ob da oder dort noch was „geht“... Deshalb hat das Vorhaben von Dominic Knopp und seiner Freundin Alexandra Dunkel wie für zahlreiche weitere frühere Metropol-Besucher auch für mich einen gewissen Charme. Doch nicht nur mir stellt sich die Frage der Machbar- und vor allem der Finanzierbarkeit: Eine Idee gut zu finden ist eines – was das anbelangt, ist sich beispielsweise die Facebook-Community („Daumen hoch“) weitgehend einig. Ob aber wirklich mehrere hundert Personen bereit sind, 240 Euro im Jahr zu zahlen, um vorerst in einer Art Club bei selbst mitgebrachten Getränken zu feiern? Das ist ebenso ein Knackpunkt wie die benötigte Bebauungsplanänderung, das Erlangen der Konzession und die (berechtigten) Interessen von Anwohnern – ganz zu schweigen von den vielen Arbeitsstunden, die in die Sanierung zu stecken wären. Andererseits sollte man ein Projekt nicht totreden, ehe es richtig begonnen hat. Gerade die Generation der früheren „Reichel“-Gänger – zu der ich auch zähle – beklagt doch häufig, dass „die Jugend“ von heute bezüglich ihrer Zukunft oft keine klar definierten Ziele verfolge. Mal abgesehen davon, ob man wirklich an eine Renaissance der Reichsthaler Disco glaubt: Den beiden jungen Investoren kann man jedenfalls nicht absprechen, sich viele Gedanken gemacht und eine klare Strategie entwickelt zu haben. Deshalb ist ihrem Traum meiner Meinung nach auch Unterstützung zu wünschen. Nicht nur wir werden gespannt verfolgen, ob er Wirklichkeit wird. Das gilt natürlich auch für die Planungen zum Ausbau des A-63-Parkplatzes bei Steinbach. Was sich zunächst lapidar nach der Schaffung von einigen zusätzlichen Lkw- und Pkw-Stellplätzen anhört, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Großprojekt mit einem Volumen von rund drei Millionen Euro und erheblichen Baumaßnahmen. Immerhin soll die Zahl der Plätze für Pkw (in beiden Fahrtrichtungen zusammen) von 24 auf 40, für Lkw von sechs auf 47(!) steigen. Nun mag der Bedarf dafür angesichts eines bisher fehlenden Rastplatzes zwischen Kaiserslautern und Mainz unbestritten sein – wer sich aber an den vehementen (und letztlich sowohl in den 1980er als auch in den 2000er Jahren erfolgreichen) Widerstand der Aktionsgemeinschaft um Frontmann Michael März erinnert, den würde es wundern, wenn die neuen Pläne in Steinbach klaglos hingenommen werden. Schließlich sind einige Argumente der Raststätten-Gegner – Lärm durch Türenschlagen, an- und abfahrende Fahrzeuge, nahe Wohnbebauung, Frage eines alternativen Standortes – auch für einen erweiterten Parkplatz zu diskutieren. Zumal die Option auf einen – wie auch immer aussehenden – späteren Kiosk den Verdacht aufkommen lassen könnte, dass nach dem Scheitern der großen Lösung eine Art Mini-Raststätte entstehen soll. Wenn 2016 das Planfeststellungsverfahren eröffnet wird, ist Spannung auch hier programmiert. Mit Spannung erwartet wird in Kibo die öffentliche Sondersitzung des Stadtrates am 12. November. Dann wir Investor Helmut Holzhauer sein Konzept für ein City-Outlet präsentieren. Zum jetzigen Zeitpunkt wären alle Prognosen über eine Umsetzbarkeit der Pläne, geschweige denn über die Auswirkungen auf die Innenstadt, bloße Spekulation. Soviel ist aber klar: Es ist gut, dass nicht hinter verschlossenen Türen über das Mammut-Projekt verhandelt, sondern die Öffentlichkeit von Beginn an mit ins Boot genommen werden soll. So bekommen Geschäftsleute, Hauseigentümer und alle weiteren Bürger die Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck von dem Menschen hinter dem Geschäftsmann zu machen. Das ist nicht selten wichtiger als seitenlange Listen mit Zahlen und Fakten. Bekommt Kirchheimbolanden tatsächlich ein City-Outlet? Alles offen. Ein spannendes Wochenende wünscht Ihnen

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