Donnersbergkreis Dominik Appel erst im Finale gestoppt

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«Kirchheim am See.» Auf den Stuhlreihen hinter der Boardanlage schrien sie jubelnd auf. Ein Irrtum. Dominik Appel hatte die Arme geschwungen, war nach seinem letzten Wurf leicht gehüpft – aber nicht vor Freude. Was er auf der Scheibe sah, missfiel ihm.

Der Lohnsfelder hatte sich angeschickt, gegen Nico Blum, das größte deutsche Nachwuchs-Talent und Superleague-Ass, eine 146 zum 1:1 zu checken. Bei der deutschen Meisterschaft, den German Masters in Kirchheim. Er knallte den ersten Pfeil in die Triple-19, der zweite klatschte daneben. Und der dritte kratzte den Draht der Doppel-16. Was wäre das für ein Zeichen gewesen! Vielleicht ein wenig Verunsicherung für Blum. Die etwa zehn Appel-Fans sahen den Pfeil im grünen Feld. Sie jubelten. Aber es war der 16-Jährige, der sich in der nächsten Aufnahme das Leg wegschnappte. Er verpasste Appel letztlich ein 4:0. „Zu null zu verlieren, ist immer blöd. Richtig gut hab’ ich auch nicht gespielt, da geht deutlich mehr“, haderte der Nordpfälzer. Bis dato hatte er ein sauberes Turnier gespielt: Durch drei Erfolge erreichte er das Boardfinale gegen Blum, Appel hatte unter anderem den Bayern Alexander Köhler, auf 16 gesetzt, in der Auftaktrunde besiegt. Am Tag zuvor war der Lohnsfelder mit dem Spitzen-Team des Rheinland-Pfälzischen Dartverbands im Viertelfinale an Niedersachsen gescheitert. Gegen Titelverteidiger Berlin hatte Appel noch eine 164 gecheckt.

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