Donnersbergkreis Die Zugvögel sind zurück

Sehr sangeslustig ist gewöhnlich der Pirol.
Sehr sangeslustig ist gewöhnlich der Pirol.

Die letzten Zugvögel sind jetzt aus Afrika in die Nordpfalz zurückgekommen. Das teilt der Nabu-Vogelexperte Adolf Stauffer aus Winnweiler mit. Am 6. Mai segelten fünf Mauersegler über der dortigen Berliner Straße. Am 7. Mai ließ außerdem der erste Pirol im Steinbruch bei Rüssingen sein melodisches Flöten hören.

10.000 Kilometer anstrengenden Fluges lagen hinter den Mauerseglern. Von Südafrika kommend, hatte sie ihr eingebauter Kompass an den Donnersberg geführt. Die Mauersegler leben in unseren Dörfern und Städten. Sie fallen durch ihren rasanten Flugstil auf. Mühelos beschleunigen sie auf mehr als 180 Stundenkilometer. Geradezu bewundernswert sind ihre abendlichen Flugspiele. Da flitzt ein kleiner Trupp von vier, fünf Vögeln mit lauten „Srieh, srieh, srieh“-Rufen durch die Straßen oder über die Dächer. Nur drei Monate werden sie in der Nordpfalz bleiben, Nester bauen und Junge ausbrüten. Kaum sind diese flügge, geht es Ende Juli wieder ab nach Süden. Der in Rüssingen gehörte Pirol war recht sangeslustig und flötete minutenlang vor sich hin. „Goldamsel“ nennt ihn der Volksmund wegen seines überwiegend goldgelben Gefieders. Schnell besetzt er sein angestammtes Revier an Waldrändern, in Parks und in Obstgärten. Rund um den Donnersberg bewohnt er mit Vorliebe von Pappeln bestandene Bachränder an Alsenz, Pfrimm und kleineren Nebenbächen. Schon bald beginnt sein unruhiges und verstecktes Treiben in den Baumkronen. Trotz seiner auffälligen Färbung ist er nicht zu entdecken. Erst durch seinen lauten, flötenden Gesang – „Düdlio, düdlio, düdlio“ – macht er auf sich aufmerksam. Im Donnersbergkreis kommt der Pirol recht häufig vor.

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