Steinborn RHEINPFALZ Plus Artikel Die Wege in Steinborn sollen weniger Stufen bekommen

Beim Rundgang mit Ortsvorsteher Alexander Haas (rechts) wurden die Wege unter die Lupe genommen.
Beim Rundgang mit Ortsvorsteher Alexander Haas (rechts) wurden die Wege unter die Lupe genommen.

Das Thema Wegeausbau hat in Steinborn einen hohen Stellenwert. Dies allein war Grund genug für den Ortsbeirat, sich bei seiner jüngsten Sitzung draußen zu treffen.

Steinborns Ortsvorsteher Alexander Haas (FWG) hat sich für den Rundgang durch den Eisenberger Ortsteil zur Sitzung des Ortsbeirates zusätzlich Susanne Röß aus Steinbach mit ins Boot geholt. Sie ist im Donnersbergkreis die ehrenamtliche Inklusionsbeauftragte.

In dem zum Ausbau anstehenden Teil der Richard-Wagner-Straße ergibt sich eine mögliche Wegverbreiterung auf insgesamt zwei Meter. Wichtig sei, so Steffen Aufschneider von den Verbandsgemeindewerken, dass die bestehenden Zugänge zu den Wasseranschlüssen und Hydranten mit berücksichtigt werden. Dadurch solle vermieden werden, dass spätere private Baumaßnahmen eventuell zu Problemen führen. Im aktuellen Fußweg gibt es drei Treppen. Für Rollstuhlfahrer beispielsweise, aber auch andere Bürger, etwa mit einer Kinderkarre, sind das aber fast unüberwindbare Hindernisse. Direkt neben den Stufen sind Schrägen mit Betonsteinen angebracht, die nach Ansicht der Betrachter eher zu Stolperfallen werden. Das sieht auch die Inklusionsbeauftragte so. „Hier kann man weder mit einem Rollator noch mit einem Kinderwagen hochfahren“, meinte sie.

Künftige Sanierungen berücksichtigen?

Bei dem Ausbau sollte man auch an zukünftige Baustellen denken, stellte Wolfgang Hüther (FWG) klar. „Die Häuser sind alle in die Jahre gekommen.“ Die Rahmenbedingungen müssten notwendige Sanierungen zulassen. Es sollte gewährleistet sein, dass kleine Baufahrzeuge an die Häuser herankommen. Dieser Vorstellung widersprach Rosemarie Schilling (CDU) energisch. Ihrer Meinung nach darf dies keine Rolle spielen. Im Lauf der Diskussion wurde deutlich, dass man Möglichkeiten sieht, die Anzahl der Treppenstufen deutlich zu reduzieren. Denkbar wäre jeweils, die Stufen im Abstand von acht Metern anzulegen.

In dem auszubauenden Bereich der Theodor-Storm-Straße könnte auch ganz auf Treppen verzichtet werden. Hierzu soll geprüft werden, inwieweit sich der Höhenunterschied über die gesamte Strecke ausgleichen lässt. Diese Idee würde eine kleine Aufschüttung erfordern. Im Endeffekt hätte der Weg dann eine größere Steigung als heute. „Lieber etwas steiler als Treppen zwischendrin“, meinte Susanne Röß.

Der Teilausbau in der Lessingstraße steht kurz bevor. Die Planung dafür ist abgeschlossen. Sobald die Fachfirmen freie Kapazitäten haben, werden die Bagger anrollen, wie Ortsvorsteher Haas informierte.

x