Kommentar von Torben Müller RHEINPFALZ Plus Artikel Die Niederlage eingeimpft

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Nach jeder Wahl geht der Unterlegene in die Fehleranalyse. Für Reiner Bauer dürfte diese nicht all zu schwierig sein.

Es waren nicht die ganz großen politischen Inhalte, die das Rennen ums Bürgermeisteramt in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden geprägt haben. Lange Zeit wurde diskutiert über Sabine Wienpahls Wohnsitz, dann über Reiner Bauers frühe Impfung.

Beide Kandidaten haben viel Kraft investieren müssen, um da gegen so manches (vor-)schnelle Urteil anzukämpfen. Und für Bauer wird die Analyse der aus seiner Sicht verlorenen Wahl ergeben: Ihm ist das kaum gelungen.

Natürlich: Die Impfungen, Corona im Gesamten, das sind hochemotionale Themen, zumal die Unzufriedenheit mit dem Corona-Management der Politik Tag für Tag steigt – auf EU-, Bundes-, Landes und kommunaler Ebene. Es war schwierig bis unmöglich für Bauer, aus dieser Sache ohne größeren Schaden für seine Kandidatur herauszukommen.

Dass sich, wie er es ausdrückt, „die Sachlage aufgeklärt hat“, ihm aufgrund seiner Funktion diese Impfung tatsächlich zugestanden hat, spielt da eine völlig untergeordnete Rolle. Denn die Wahlentscheidung spielt sich nicht nur in den Köpfen ab, sie ist eine emotionale Geschichte – gerade bei einer Personenwahl. Dass es ihm nicht gelungen ist, das Bild des vermeintlichen Impfdränglers aus den Köpfen der Wähler zu lösen, hat dem als hoher Favorit in den Wahlkampf gestarteten Bauer am Ende eine deutliche Niederlage eingebracht.

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