Steinbach RHEINPFALZ Plus Artikel Die „Neuen“ kommen in die Jugendherberge

In der ehemaligen Jugendherberge wrid eine weitere Kita-Gruppe untergebracht.
In der ehemaligen Jugendherberge wrid eine weitere Kita-Gruppe untergebracht.

Ab dem ersten November wird es eine zusätzliche Gruppe in der Kindertagesstätte in Steinbach geben. Diese wird in der ehemaligen Jugendherberge untergebracht. Der Verbandsgemeinderat Winnweiler hat jetzt den Weg dafür frei gemacht, damit allen kleinen Steinbachern ihr Anspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllt werden kann.

„Volles Haus“ meldet die Kindertagesstätte Steinbach schon seit einer ganzen Weile. Alle 40 Plätze sind belegt, neue Kinder können nicht aufgenommen werden. Doch: Die Gemeinde wächst. Mehrere Familien sind zugezogen oder werden das demnächst tun. Deshalb soll temporär bis zum Ende des Kindergartenjahres im Sommer 2021 eine dritte Gruppe eröffnet werden. Die findet ihr Ausweichquartier in der ehemaligen Jugendherberge, die mittlerweile der Gemeinde gehört. Wenn im Sommer dann gleichzeitig rund 20 Kinder eingeschult würden, dann erledige sich das Problem wieder, informierte Bürgermeister Rudolf Jacob in seinem Vortrag. „Die Jugendherberge bietet sich für eine solche Übergangslösung an. Im Erdgeschoss steht ein separater Zugang zur Verfügung. Offene Fragen konnten mit den Jugendämtern beim Land und beim Kreis bereits geklärt werden“, so der Bürgermeister.

Keine Mietkosten für zusätzliche Räume

Die Verbandsgemeinde Winnweiler ist Träger der Einrichtung, die Gemeinde Steinbach stellt die Gebäude für die Kindertagesstätte zur Verfügung. Eine Miete falle deshalb nicht an, auch nicht für die zusätzlichen Räume in der Jugendherberge, so Jacob. Um die Gruppe betreuen zu können, müssen allerdings zwei zusätzliche Erzieherstellen geschaffen werden.

Jacob schätzte die Kosten, die der Verbandsgemeinde durch die Ausweichgruppe entstehen werden, auf rund 15.000 bis maximal 20.000 Euro. Unter anderem müssen 2000 Euro für Elektroinstallationen, 2500 Euro für Kücheneinrichtungen, 1800 Euro für den Brandschutz sowie etwa 4400 Euro für Heizung und sanitäre Anlage ausgegeben werden. Auch einige Möbel für die Kinder im Wert von rund 1000 Euro müssen gekauft werden. Für die Einrichtung der Gruppe und auch für die nötigen Anschaffungen gab der Verbandsgemeinderat einstimmig seine Zustimmung.

Außenanlage wird erweitert

Erneut beschäftigte sich der VG-Rat auch mit der Außenanlage der Kindertagesstätte. Die Gemeinde hatte zusätzliches Gelände von einem Nachbarn erwerben können, auf dem jetzt ein Freigelände entstehen soll. Unter anderem muss ein Weg hergestellt werden, der die Kita mit dem Außengelände verbindet. Dafür hat ein Kirchheimbolander Bauunternehmen mit 74.552 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Dieses liege zudem 8500 Euro unter der ursprünglichen Kostenschätzung, betonte Jacob. Im November sollen die Arbeiten, unter anderem das Setzen von L-Steinen, erledigt werden, damit das Außengelände im Frühjahr von der Kita genutzt werden kann. Insgesamt wird die Umgestaltung des Außengeländes rund 130.000 Euro kosten. Kritik hatte es in der vorangegangenen Sitzung des VG-Rats vor allem an der Höhe der Planungskosten gegeben, die auf 14.000 Euro geschätzt worden waren. Darin enthalten waren aber bereits für rund 2000 Euro Vermessungskosten. Das Erstellen des Leistungsverzeichnisses für die Umbaumaßnahmen kostet etwas mehr als 6000 Euro. Knapp 4000 Euro für die Bauleitung können jetzt aber eingespart werden, da dies von Mitarbeitern der Verbandsgemeinde übernommen wird, so Jacob. Dies fand die allgemeine Zustimmung des Rat.

Jacob erläutere auch, dass in der Auftragsvergabe für die Gestaltung des Geländes rund 36.000 Euro für den Bau von 240 Metern Zaun enthalten sind. Die Gemeinde Steinbach hatte für den Geländekauf und den Teilabriss eines alten Werkstattgebäudes 32.000 Euro aufgewendet.

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