Donnersbergkreis Die Nachzügler der Nachzügler

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„Ja, geben die denn diesmal keine Ruhe?“, mag mancher Spaziergänger gedacht haben, als er das wohlbekannte Trompeten der Kraniche und gleich darauf die typische Keilformation am Himmel sah. Am letzten Sonntagnachmittag überflogen 17 Züge mit etwa 1100 verspäteten Wanderern nach dem Süden sieben Orte des Donnersbergkreises.

Auffallend, wie klein die meisten Keile waren, und zwei wurden sogar ohne die charakteristische Trompetenbegleitung vermerkt. In Gundersweiler und Kirchheimbolanden gab es mit je fünf Zügen eine Konzentration. Rund 470 Vögel waren es in dem kleinen Dorf und etwa 350 in der Kreisstadt. Diese arg verspätete Reisewelle wurde durch die anhaltende Winterkälte in Norddeutschland ausgelöst. Verführt durch die milde Witterung des vergangenen Herbstes wollten viele Vögel des Glücks lieber in Deutschland überwintern, als sich den Strapazen des anstrengenden Fluges nach Spanien zu unterziehen. Sie blieben hartnäckig und hielten sogar zwei Wochen Nachtfröste aus, ehe es ihnen dann doch zu viel wurde. Nach der ersten großen Welle am 8. Januar mit knapp 2000 Durchzüglern, nun die zweite mit gut 1100. Das dürfte es dann aber gewesen sein, denn nach den Informationen, die die Kreisgruppe des Naturschutzbundes „Nabu“ aus dem Internet bezogen hat, ist der Kranich-Sammelplatz in Brandenburg weitgehend geräumt. (as)

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