Donnersbergkreis Die Momentaufnahme kann sich sehen lassen

Szene aus einem Benefizspiel im Juli in Orbis: Bolandens Benjamin Kanoffsky (blaues Trikot), umringt von einigen Spielern des SV
Szene aus einem Benefizspiel im Juli in Orbis: Bolandens Benjamin Kanoffsky (blaues Trikot), umringt von einigen Spielern des SV Gundersweiler. Und wer hätte das gedacht? Jetzt führt der TuS die A-Klasse-Tabelle vor dem SVG an.

«BOLANDEN.» Durch diverse witterungsbedingte Spielabsagen sind zur Winterpause der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg 15 und damit erst exakt die Hälfte aller Nachholpartien absolviert. Drei Donnersbergkreis-Vertreter stehen ganz oben. Überraschenderweise grüßt der TuS Bolanden, im Sommer mit einigen personellen Abgängen, von der Tabellenspitze. Nur drei Punkte dahinter lauert Aufsteiger SV Gundersweiler, dicht gefolgt vom FC Eiche Sippersfeld. Absteiger Göllheim und die SG Appeltal liegen auf einem respektablen Mittelfeldrang.

Die Tabelle lügt nicht. Der TuS Bolanden stellt zum Jahreswechsel nicht nur punktemäßig, sondern auch hinsichtlich der erzielten Tore das Nonplusultra der Liga dar. 52 Treffer, keiner schoss mehr. Allein 22 davon gehen auf das Konto von Sturmführer Christoph Ruppert, der wohl in der Form seines Lebens ist. Zusammen mit Benjamin Kanoffsky (zwölf Tore) zeigten sich die beiden für knapp dreiviertel aller TuS-Tore verantwortlich. Nur eine wirkliche Schwächephase leistete sich das Team von Christian Bauer, als nach der Niederlage gegen Sippersfeld auch bei der SG Enkenbach/Mehlingen nicht gewonnen werden konnte. Bauer selbst wertet nicht nur den Tabellenplatz als hervorragend, sondern auch „die Art und Weise, wie die Mannschaft die Vorgaben umsetzt.“ Einziger Wermutstropfen: die drei Langzeitverletzten Kevin Blachetzki, Dominik Bär und Rafael Gatti. Die Wintervorbereitung beginnt am 23. Januar. „Geil. Geiler, Gundersweiler“ steht auf den Sommer-Aufstiegsshirts des SVG. Es scheint, als hätte der amtierende B-Klasse-Meister die Euphorie ungebrochen mit in die höhere Liga genommen. Gerade einmal zwei Niederlagen musste der vor Rundenbeginn gut verstärkte Neuling einstecken. Eine davon in Bolanden. Spielertrainer Michael Hammerschmidt betont: „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Natürlich ärgert man sich über den einen oder anderen Punkt, aber man darf nie vergessen, dass das gerade in der ersten Runde nicht die Erwartung sein sollte.“ Mitte der zweiten Januarwoche startet der SVG mit dem Training. Äußerst bitter geht das Jahr für die FC Eiche Sippersfeld zu Ende. Beim verloren gegangenen Spitzenspiel in Bolanden riss sich Marc Windecker das hintere Kreuzband. Der Offensiv-allrounder wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Peter Maue, der im Sommer auf Klaus Schäffler folgte und erstmals im Aktiven-Bereich trainiert, schaffte es, die Gegentorflut der Vorsaison – auch durch das Mitwirken der hochkarätigen Verbandsliga-Neuzugänge Jakob Siebecker und Alex Matinski – einzudämmen. Außerdem freut ihn sehr, dass junge Spieler wie Robin Windecker oder Tim Hochwärter so gut eingeschlagen haben. „Wir stehen besser da als gedacht“, so Maue, der in der zweiten Januarwoche zum Trainingsstart bittet. Mit vier Niederlagen katastrophal gestartet, hat sich der TuS Göllheim sukzessive gefangen und gesteigert. 20 Punkte holte der Bezirksliga-Absteiger in den darauffolgenden elf Partien und steht damit auf Tabellenplatz acht. Bis auf die Klatschen in Bolanden (1:5) und Trippstadt (2:7) ist Gerd Niemann, der die runderneuerte Truppe im Sommer übernahm, mit der Vorrunde zufrieden. Dennoch fehle ihm unter der Woche im Training „einfach der Wille und die Einstellung. Aber ich denke, das ist in den unteren Ligen mittlerweile normal.“ Grundsätzlich könne in der A-Klasse jeder jeden schlagen. „Außer Bolanden. Da brauchst du einen sehr guten Tag“, so Niemann, der in der Rückrunde darauf hofft, nicht mehr nach hinten zu fallen. Am 18. Januar startet Göllheim mit dem Training. Einen Zähler hinter dem TuS rangiert die SG Appeltal, die besonderes auf dem heimischen Hartplatz, dem Münsterappeler Forstberg, schon für den ein oder anderen überraschenden Favoritensturz gesorgt hat. „Wir sind auf einem guten Weg. Das Ziel ist der Klassenerhalt“, betont Patrick Schäffler. Der Spielertrainer folgte im Sommer auf Trainerfuchs Lothar Kreis. Ein Novize übernahm für einen Routinier – und macht es gut. „Ich wünsche mir für die Rückrunde, auch auswärts die Leistung aus den Heimspielen zu bringen und mehr zu punkten. Gerade gegen Teams, die um uns stehen.“ Schäffler, der die Trainingsbeteiligung seiner Truppe im November kritisiert, weist darauf hin, dass, wenn „zwei, drei Spieler ausfallen, es sehr schwierig wird für uns“. Mitte Januar soll es bei den Kombinierten weitergehen. Der erste Nachholspieltag für die ausgefallenen Partien ist auf Sonntag, 18. Februar, terminiert.

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