Donnersbergkreis Die Linke absichtlich übergangen?

„Im Rahmen des Rockenhausener Standortmarketings hat Herr Zapp ein für die Vorbereitung dieser Thematik gebildetes Projektteam zusammengestellt, das sich ausschließlich aus Personen zusammensetzt, die in den Parteien SPD, FDP, CDU und die Grünen kommunalpolitisch engagiert sind. Die Partei Die Linke wurde von Herrn Zapp, der selbst der SPD angehört, unberücksichtigt gelassen.“ Das schreibt Linken-Mitglied Hubert Prügel zu unserem Bericht über die Rockenhausener Gesundheitsmesse.
Wie in unserer Ausgabe vom 17. November berichtet, plant Rudi Zapp für den 1. Mai 2016 zum sechsten Mal eine Gesundheitsmesse in Rockenhausen. Eine zentrale Rolle soll bei der Messe das Thema Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum sein. Das teilte Zapp, Organisator der Gesundheitsmesse und ehemaliger Geschäftsbereichsleiter Donnersberg im Westpfalz-Klinikum, der RHEINPFALZ in einem Gespräch mit. An diesem Thema arbeitet Zapp auch mit einem Projektteam im Rockenhausener Standortmarketing. In einer Stellungnahme teilte Linken-Mitglied Hubert Prügel aus Bisterschied mit, auch Die Linke im Donnersbergkreis habe „diesem Thema eine besondere Bedeutung in ihrem Veranstaltungskalender beigemessen und deshalb die Landtagskandidaten von SPD, CDU, den Grünen und ihrer eigenen Partei zu einer entsprechenden Podiumsdiskussion eingeladen“. Im Sommer habe Prügel Zapp daher gebeten, seine Vorstellungen zum Ärztemangel in einer Vortragsveranstaltung darzustellen. Dieser habe ihm eine Absage erteilt. Die Begründung: Er wolle dieses Thema nicht auf der politischen Ebene erörtern. „Diese Erklärung ist indes im Nachhinein nicht nachvollziehbar“, schreibt Prügel. Schließlich setze sich das Projektteam ausschließlich aus Personen zusammen, die in den Parteien SPD, FDP, CDU und die Grünen kommunalpolitisch engagiert seien. Die Linke sei von Zapp hierbei jedoch nicht berücksichtigt worden – und Prügel fragt: „Hat Herr Zapp willentlich übersehen, dass die Partei Die Linke als demokratische Partei ebenso an dem politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess mitwirkt, wie die vorstehend genannten Parteien?“ (red)