FUSSBALL-Mini-EM RHEINPFALZ Plus Artikel Deutschland ist Europameister – Florian Debus freut sich über den Titel

Florian Debus mit dem RHEINPFALZ-Mini-EM-Pokal.
Florian Debus mit dem RHEINPFALZ-Mini-EM-Pokal.

Am Ende ist es ein klarer Sieg für Florian Debus bei der RHEINPFALZ-Mini-EM. Seinen 16:7-Vorsprung aus dem Finale baut er mit 78 Prozent in der Facebookabstimmung noch aus. Deutschland ist also der erste Sieger unserer Mini-EM.

667 Leute stimmten im Finale zwischen Deutschland und Frankreich ab – die Mehrzahl für Florian Debus. Gegner Arnaud Nicaise, der Debus auf Facebook gratulierte, konnte dieses Mal für Frankreich nicht so viele Stimmen wie im Halbfinale sammeln und wird so guter Zweiter. „Als pfälzischer Franzose war es für mich eine Ehre, an dem Turnier teilzunehmen“, sagt Nicaise, der nie damit gerechnet hätte, überhaupt ins Finale zu kommen. Er dankt allen Fans und Freunden, die ihn unterstützt haben. „Ein Finale gegen Deutschland zu gewinnen, ist quasi unmöglich, denn es war sicher nicht leicht für meine deutschen Freunde, gegen Deutschland abzustimmen.“

Umso größer war die Freude bei Florian Debus. Wir haben mit dem frischgebackenen Mini-Europameister gesprochen.

Florian, hast du dich über den EM-Titel gefreut?
Ja, natürlich sehr. Das war ja schlussendlich die Zielsetzung. Und wenn man zwei so gute Fußballer wie meinen Vorrundengegner Umut Ayikbaba und im Halbfinale Domenico Messina rausschmeißt, dann will man das auch gewinnen. Das ganze Turnier hat richtig viel Spaß gemacht.

Feierst du heute noch ein bisschen?
Ja klar, ein Bierchen muss heute auf jeden Fall drin sein, wenn man schon mal einen Pokal gewinnt – so oft kommt das ja gar nicht vor.

Warst du dir nach dem großen Vorsprung nach den Minispielen schon sicher, dass du den Titel gewinnst?
Nein, gar nicht. Nach dem Ausgang im Halbfinale zwischen Belgien und Frankreich habe ich schon gedacht, wie das jetzt wohl im Finale wird? Wird das wieder so, dass Arnaud dann noch die restlichen Stimmen mobilisiert? Aber meine „Fans“ haben mich ja auch unterstützt: Viele Freunde und Arbeitskollegen haben zu mir gesagt, wir teilen das, sag Bescheid. Das war schon eine tolle Resonanz. Aber sicher war ich mir irgendwie nie, auch heute Morgen noch nicht. Letztendlich lief es ja dann für mich richtig gut mit den Stimmen. Das waren doch überraschend viele.

Glaubst du, du hattest bei den Abstimmungen einen „Heimvorteil“?
Ich glaube, einen kleinen Heimvorteil hatte ich mit Sicherheit. Es ist doch einfacher „zuhause“ zu punkten. Aber das habe ich gerne mitgenommen. Es war ja für mich die EM im eigenen Land und dann muss die Zielsetzung sein, den Pott zu holen. Richtig toll fand ich auch, dass ich beim Halbfinale und im Finale überraschend Unterstützung, einmal von zwei Freunden und einmal von meiner Schwester und ihrem Freund, bekommen habe. Das war noch mal etwas Besonderes, da nicht ganz alleine anzutreten.

Du musstest im Turnier gegen die Türkei, Italien und Frankreich antreten. Wo wurdest du am meisten gefordert?
Das war eigentlich ein geiler Weg, wenn das die Deutschen mal so machen würden, Italien und Frankreich zu schlagen – das wäre nicht verkehrt. Bei Umut und Dome wusste ich, dass sie fußballerisch richtig gut sind. Wir haben auch schon oft genug gegeneinander gespielt, da wusste man um die Qualitäten vom Gegner. Die waren mir mindestens ebenbürtig. Da bin ich in beide Runden einfach mit Spaß gegangen und habe gedacht, wenn’s was wird, dann ist es gut, und wenn nicht, wäre es auch nicht so schlimm gewesen. Die Ergebnisse waren am Ende viel klarer, als ich gedacht hätte. Im Finale dann, muss ich sagen, gegen jemanden, der nicht so fußballspezifische Qualitäten mitbringt, da hat mich das Fußballgolf richtig geärgert, dass ich das verloren habe. Aber dann konnte ich wieder aufholen.

Verteidigst du nächstes Jahr deinen EM-Titel?
Wenn es wieder eine Mini-EM gibt, bin ich auf jeden Fall mit dabei. Als Sieger anzutreten ist schon cool.

Rückblick: So lief die Mini-EM

Vorrunde: Acht Spieler nahmen für acht verschiedene Länder an der RHEINPFALZ-Mini-EM teil. Sie mussten sich in sportlichen Aufgaben beweisen, aber auch im Quiz ihr Fußballwissen zeigen und Videos für Facebook drehen, um Sonderpunkte in einer Abstimmung zu bekommen. Die Türkei und Kroatien waren nach der Vorrunde schon ausgeschieden. Deutschland als Gruppenbester sowie die punktgleichen Italien und Frankreich sicherten sich hingegen den Einzug ins Halbfinale.

Stechen: Spannend wurde es zwischen Belgien, Österreich und Polen, lagen sie doch mit gleicher Punktzahl auf dem entscheidenden vierten Platz. Eine Videoentscheidung musste her, bei der der Belgier Jonathan Overlaet durch seine Kreativität überzeugte und so eine Runde weiterkam.

Halbfinale: Im ersten Halbfinale trafen Deutschland und Italien aufeinander, in einem spannenden Duell hatte Florian Debus die Nase gegen Domenico Messina vorne. Im zweiten Duell hieß es Belgien gegen Frankreich. Nachdem der Belgier Overlaet lange wie der sichere Sieger aussah, zog Arnaud Nicaise in letzter Sekunde in der Facebookabstimmung vorbei und sicherte sich so den Einzug ins Finale.

Finale: Im Finale punktete Debus wie schon in der Vorrunde mit seinem Fußballwissen und setzte sich so mit 16:7 gegen Nicaise in Führung. Und die ließ er sich in der Facebookabstimmung mit 519 gegenüber 148 Stimmen nicht mehr nehmen. Damit erreichte Debus außerdem das höchste Stimmenergebnis während der gesamten Mini-EM.

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