Wandertag RHEINPFALZ Plus Artikel Der steile Weg zum Eisen bei Imsbach

Mystisch: Der Beutelfels im Imsbacher Wald.
Mystisch: Der Beutelfels im Imsbacher Wald.

Rund um Imsbach gibt es einige Wanderwege. Einer davon ist der Eisenweg, der um das Beutelfels-Gebiet führt. Schautafeln informieren über den Eisenabbau, auch an der Bergbauerlebniswelt kommen die Wanderer vorbei. Trotz eines langen Anstiegs ist der Weg im Großen und Ganzen familienfreundlich.

Das gelbe „E“ ist der Wegbegleiter für die Wanderer auf dem etwa fünfeinhalb Kilometer langen Eisenweg durch die Imsbacher Wälder rund um den Beutelfels. Start und Ziel des Rundwegs ist das „Eiserne Tor“ (Wanderparkplatz Langenthal). Das Tor ist der Eingang zu einem weitverzweigten Stollensystem. Denn in Imsbach wurde viele Jahrhunderte lang – bis Ende des 19. Jahrhunderts – Eisen abgebaut. Anfänglich wurde es in Imsbach, später dann bei der Eisenschmelz in Hochstein bei Winnweiler verhüttet.

Der Wanderweg führt nun zunächst flach durch das Langenthal. Immer wieder kann man die alten Abraumhalden entdecken, dabei steigt der Weg langsam etwas an. Es geht vorbei an vielen Relikten aus der Zeit des Eisenabbaus. Zum Beispiel am Schwarzen Schacht, der bis 1864 der Hauptförderungsschaft der Eisenerzgrube im Langenthal war, heißt es auf einer Schautafel. Oder am Pingenfeld. Das bergmännische Wort „Pinge“ ist vergleichbar mit Aufschürfen. Dabei wurde noch auf eine eher primitive Weise Eisenerz abgebaut. Heute wird der Begriff für Hohlformen im Gelände verwendet, wenn sie auf bergmännische Aktivitäten zurückgehen, steht auf einer weiteren Schautafel.

Vorbei an einer Burgruine

Jetzt steigt der Weg langsam aber stetig ziemlich steil an, innerhalb von einem Kilometer sind schätzungsweise um die 150 Höhenmeter zu bewältigen. Für Familien mit Kindern kein einfacher Abschnitt. Aber der Anstieg lohnt sich. Oben stößt man auf die Kronbuchhütte mit schönem Ausblick – wenn es nicht gerade neblig ist. Der Eisenweg biegt nun nach rechts ab, an der Hütte vorbei, Richtung Beutelfels. Immer noch geht es etwas weiter hinauf. Dort sind dann auch die Reste der Burg Hohenfels zu finden.

Wer genau die Burg Hohenfels erbaut hat, ist geschichtlich nicht belegt, eine Vermutung ist, dass sie im 11. Jahrhundert durch Werner I von Bolanden errichtet wurde. 1352 wurde die Burg von den Grafen von Sponheim und den Städten Speyer und Worms erobert und zerstört. Teile der Burg sind übrigens im Historischen Museum der Pfalz in Speyer ausgestellt.

Steil zurück ins Tal

Am Beutelfels können Wanderer entweder direkt dem „E“ weiter folgen oder noch einen kurzen Abstecher rauf auf den Felsen machen und den „Eisernen Mann“ – ein Denkmal – begrüßen. Von dort aus hat man den besten Blick auf die Gegend. Im Sommer lohnt sich der Weg deswegen mehr, als im Herbst.

Jetzt führt der Weg recht steil zurück runter ins Tal, ein paar Kurven sind zu nehmen. Dabei passieren die Wanderer auch die Rote Halde, die aus rötlich-braunen Gesteinsbrocken besteht und ein Relikt aus der Zeit des Eisenerzbergbaus ist. Der Aussichtspunkt Löwenruhe wird passiert. Schließlich gelangt man vorbei an den Besucherbergwerken Weiße Grube – hier wurde Kupfer, Kobalt und Silber abgebaut – und Grube Maria, in der Eisen abgebaut wurde, zurück zum Parkplatz. Dort können Besucher, wenn sie wollen, noch den Weiher genauer anschauen.

Info

Weitere Informationen zur Bergbauerlebniswelt gibt es im Internet unter www.bew-imsbach.de.

Die Serie

Wandertage in der West- und Nordpfalz empfehlen die RHEINPFALZ-Lokalredaktionen Kaiserslautern, Kirchheimbolanden und Kusel. Dies ist der ? Teil der Serie, zu der jede Redaktion zwei Teile beisteuert.

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