Donnersbergkreis Der Siegtreffer fällt in letzter Sekunde

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KIRCHHEIMBOLANDEN. Im Top-Spiel der A-Junioren-Landesliga Westpfalz am Dienstagabend hatten beide Teams schon mit einem Unentschieden gerechnet. Doch dann traf Pascal Silbersdorff in der Nachspielzeit aus dem Getümmel heraus, schoss seinen FJFV am Dienstagabend zum 2:1-(0:0) Sieg gegen den ASV Winnweiler – und an die Tabellenspitze.

Die Trainer beider Mannschaften waren sich einig: Die Zuschauer auf dem Schillerhain sahen ein gutklassiges, intensiv geführtes Juniorenspiel auf Augenhöhe. Große Torchancen blieben allerdings Mangelware, das Geschehen spielte sich meist zwischen beiden Sechszehnmeterräumen ab. Bezeichnend, dass eine Standardsituation zum ersten Tor führte. FJFV-Akteur Joshua Smith köpfte in der zweiten Halbzeit zur 1:0-Führung ein (74.). Nach toller Einzelaktion glich Winnweilers Christoph Steuerwald aus (84.). Als alles nach einem leistungsgerechten Remis aussah, ließ Silbersdorff wenige Momente vor dem Schlusspfiff die Gastgeber jubeln. „Wenn man so spät das Siegtor erzielt, ist das für den Gegner deprimierend und für uns Sonnenschein. Über ein 1:1 hätten wir uns nicht beklagen können“, fand FJFV-Trainer Klaus Mattern, der sein Team erst nach 30 Minuten besser ins Spiel kommen sah. Die bittere Pille musste der ASV schlucken. „Wir können den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben gut gestanden und alles rausgehauen. So ärgerlich kann Fußball sein“, sagten die Trainer Klaus Schäfer und Ingo Weis. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Verteidiger Philip Meyer-Gerlach hatten sie in der Defensive umdisponieren müssen. Im Tor vertrat der gute B-Jugend-Keeper Kevin Collofong Stammtorhüter Jan-Lukas Erdmann. Jonas Dietz, Leistungsträger beim A-Klassen-Dritten FV Rockenhausen, wirkte via Zweitspielrecht mit, konnte aber keine entscheidenden Impulse setzen. „Da sich das meiste im Mittelfeld abgespielt hat, war es schwer für ihn“, so die ASV-Trainer, die die Tabellenkonstellation realistisch einschätzen. „Wir gehen davon aus, dass der FJFV sich das nicht mehr nehmen lassen wird. Falls sie patzen, wollen wir aber natürlich da sein.“ Der FJFV grüßt nun mit 35 Punkten und somit mit einem Zähler mehr und einer Partie weniger als der ASV von der Tabellenspitze. Donnersbergs Trainer Mattern dagegen warnt: „Es sind noch einige Begegnungen zu absolvieren, die Liga ist ziemlich ausgeglichen. Das gibt ein ganz heißes Eisen. Wir denken von Spiel zu Spiel. Da zahle ich auch gern ins Phrasenschwein.“ Die besten Karten hat nun sein Team. (fsm)

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