Donnersbergkreis Der große Tag der Waldemars

WINNWEILER. Neun Tore, zwei löchrige Defensivreihen und einen neuen, alten Spitzenreiter der Landesliga West bekamen die Zuschauer am Sonntag am Rauhen Weg in Winnweiler zu sehen. Gegen das Tabellenschlusslicht TSG Kaiserslautern schossen Torjäger Waldemar Schneider und Namensvetter Maurer den ASV mit je drei Treffern zum 6:3 (3:1)-Heimerfolg.
Bei spätsommerlichen Temperaturen übernahmen die Gastgeber sofort die Initiative. Waldemar Schneider besorgte per direkt verwandeltem Freistoß die frühe 1:0-Führung für den ASV Winnweiler (5). Fünf Minuten später platzte der Knoten von Offensivspieler Waldemar Maurer. Nach mehr als eineinhalb Jahren ohne Landesliga-Treffer erhöhte der 28-Jährige nach einem Eckball per Kopfball zum 2:0. Danach wurde der ASV fahrlässig, ließ die TSG Kaiserslautern mehr und mehr zu Chancen kommen. Lauterns Felix Burkhard bestrafte einen fatalen Ballverlust nach Rückeroberung mit einer tollen Einzelaktion. Den Ball nagelte er unhaltbar für ASV-Keeper Philipp Heimler, der zuvor bereits 90 Minuten bei der zweiten Mannschaft zwischen den Pfosten stand, hoch ins kurze Eck (28.) zum 2:1. Die Hausherren zeigten sich unbeeindruckt, reagierten prompt mit dem wohl am schönsten herausgespielten Tor des Tages. Nach einer Stafette durch Mittelfeld und Angriff stand Schneider nach Maurer-Pass goldrichtig und vollendete zum 3:1 (29.). ASV-Spitze Fabian Schmitt hätte nach ähnlich gelungener Kombination erhöhen können. Seinen Torschuss klärte ein Abwehrspieler aber noch vor der Linie. Pause. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Der ASV Winnweiler war besser in der Partie. Maurer nickte erneut nach einem Eckball zum 4:1 ein (60.), verrichtete aber gerade im Zentrum unzulängliche Abwehrarbeit. TSG-Akteur Benjamin Doll verkürzte folgerichtig und nahezu im Gegenzug auf 4:2. Keine zwei Minuten später war der alte Abstand wieder hergestellt. Nach Foulspiel an Fabian Schmitt markierte Schneider per Elfmeter seinen bereits 19. Treffer in dieser Saison. In der 70. Minute war es dann Maurer zum Dritten, der im Nachsetzen für den ASV das halbe Dutzend vollmachte. Sträflich ungehindert erzielte der hochgewachsene Manuel Lang mit dem Hinterkopf nach langem Gäste-Freistoß nur drei Minuten später das dritte Auswärtstor. Da Schneider das leere Tor verfehlte und Schmitt eine gute Flanke des eingewechselten Marius Siebecker in Rücklage über die Latte köpfte, blieb es beim 6:3-Endstand. In Felix Horn (Leistenprobleme), Jakob Siebecker (Bänderdehnung), Alexander Matinski (Zerrung) und Marco Petrusch (Innenbandriss) fehlten Trainer Jürgen Giehl gleich vier Spieler. Bis auf Petrusch könnten sie diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Kampf um die Tabellenspitze entpuppt sich in der Landesliga als ständiges Wechselspiel. Durch das 1:1-Unentschieden zwischen SV Rodenbach und SV Hermersberg ist dem ASV am Sonntag der Sprung auf Platz eins wieder gelungen. „Bei den Gegentoren haben wir sicherlich schlecht ausgesehen. Insgesamt war es aber ein hochverdienter Sieg. Jetzt wollen wir im Auswärtsspiel nachlegen“, blickt Giehl auf die knifflige Aufgabe bei der SG Eppenbrunn. (fsm)