Volleyball
Der erste Sieg und die erste Niederlage für Alsenz
Der Star bei den Volleyball-Damen des TuS Alsenz ist derzeit ganz klar noch die Mannschaft. Das machte Trainer Peter Heß schon vor den beiden Partien gegen die SG Idar-Oberstein und den Aufsteiger VC Bad 2000 Kreuznach klar. „Wir sind eine Mannschaft mit erfahrenen Spielerinnen, aber jungen Leuten, herausheben will ich jetzt erst einmal niemand“, so der Coach. Und in den bisherigen Spielen hat die TuS-Formation auch wahrlich mit Teamgeist geglänzt. Im ersten Heimspiel gegen Idar-Oberstein am Samstagmittag brannten die Alsenzerinnen ein kleines Feuerwerk ab. Die gegnerische SG war als aktueller Spitzenreiter gekommen. Doch nach 65 Minuten war die Partie schon zu Ende.
17 Minuten für einen Satz
Im ersten Satz machte Idar-Oberstein, laut Hess das alte Team des VC Weierbach, gegen das seine Mannschaft in der Vergangenheit so manches knappe Duell ausgefochten hatte, den ersten Punkt. Dann sicherte sich die Alsenzer Mannschaft um Topscorerin Christina Schumacher den Aufschlag und erzielte Punkt um Punkt. Nach nur 17 Minuten war der erste Durchgang schon vorbei. „Wir hatten noch nicht einmal eine komplette Rotation der Mannschaften, was wirklich nur selten vorkommt“, staunte der TuS-Trainer nach dem 25:8 für seine Mannschaft nicht schlecht. Heß konnte sogar in diesem Galaauftaktsatz eigene Nachwuchsspielerinnen einsetzen.
Im zweiten Abschnitt waren dann aber wieder die erfahrenen Akteurinnen wie Schumacher gefragt. Diesmal hielt Idar-Oberstein gut mit. Letztlich entschieden Kleinigkeiten den zweiten Satz. Die Nordpfälzerinnen behielten die Nerven und holten sich den Satz mit 25:22. Im dritten Abschnitt führte der TuS von Beginn an und machte mit einem souveränen 25:17 den doch unerwartet deutlichen 3:0-Erfolg perfekt. „Die SG ist halt auch nicht komplett gewesen und sie haben in großen Hallen Schwächen. Ihre kleinere Heimspielstätte in Weierbach liegt dem Team aus Idar-Oberstin schon mehr“, befand der Alsenzer Trainer.
Gegen den Aufsteiger gibt es den ersten Dämpfer
In der zweiten Begegnung trafen die Alsenzerinnen auf den Aufsteiger VC 2000 Bad Kreuznach. „Über die wussten wir vor der Partie eigentlich nichts“, sagte Heß. Tatsächlich trat das Team aus der Kurstadt mit einem Kader an, der aus älteren, erfahrenen Spielerinnen besteht. „Das ist eine Ü45-Mannschaft gewesen, die mit Spielerinnen bestückt ist, die in höheren Ligen gespielt haben und auch erfolgreich bei Seniorenmeisterschaften in anderen Vereinen unterwegs waren und sind“, erkannte Heß.
Die Kreuznacherinnen spielten dann wie ein ausgefuchstes Team. Clever und zielstrebig. „Mein Team scheint überrascht gewesen zu sein, wie agil und vor allen Dingen vorausschauend die älteren Damen des VC auf dem Spielfeld unterwegs waren“, sagte Heß.
Auch die Siegerformation sticht nicht
Die Alsenzerinnen hatten vor allem im Angriff Probleme. Die VC-Sechs verteidigte sehr gut und nutzte die Fehler der Heimmannschaft. Der erste Satz ging mit 25:18 an den VC Bad Kreuznach. Heß versuchte es anschließend mit der Formation, die beim 3:2-Erfolg in Osthofen den Entscheidungssatz gewonnen hatte. „Dieser Versuch ging komplett nach hinten los, wir waren plötzlich völlig aus dem Spiel“, gab der Trainer später zu. Die Bad Kreuznacherinnen gewannen den Satz deutlich mit 25:12 und gingen mit 2:0 in Front.
Heß stellte dann noch einmal um und schickte die Aufstellung vom ersten Spieltag in Dietersheim aufs Feld. „Das Aufbäumen war erkennbar, wir sind besser ins Spiel gekommen und haben dem Gegner nun Paroli geboten“, sah der Trainer, dass dieser Zug fruchtete. Das bis dato stabile VC-Team zeigte erstmals Schwächen. Die TuS-Damen holten sich den dritten Abschnitt mit 25:19.
Den Sack nicht zugemacht
Im vierten Abschnitt führten die Alsenzerinnen dann von Beginn an. Es sah lange nach einem Entscheidungssatz aus. „Leider haben wir den Sack nicht zugemacht“, ärgerte sich Peter Heß. Bad Kreuznach gewann den Satz mit 25:23 und damit das Spiel mit 3:1 „Die Verzweiflung in der Offensive, Lücken im gegnerischen Gefüge zu finden, war zu sehen. Wir haben 25 unnötige Fehler gemacht“, sagte der Trainer nach der ersten Saisonniederlage.
Vor der Spielpause wegen verschiedener Jugend-, Pokal- und pandemiebedingter zusätzlicher Nachholspiel-Termine belegen die Damen des TuS Alsenz in der Tabelle der Rheinhessenliga mit sieben Punkten den vierten Rang. Spitzenreiter ist TGM Mainz-Gonsenheim mit neun Zählern. „Vorne ist es ganz eng“, sagte Heß.