Donnersbergkreis Der Buch-Schmetterling flattert ganz nach vorne

Was haben ein Schmetterling und ein aufgeschlagenes Buch gemeinsam? Ihre gezeichneten Silhouetten bilden zusammen mit dem Schriftzug „Gemeindebücherei Winnweiler – Lesen für alle“ das neu geschaffene Logo der Bibliothek. Das ist das Ergebnis aus über 1000 Vorschlägen, die Kinder gemacht hatten.
Im Februar diesen Jahres hatte das Bücherei-Team Schüler der zweiten, dritten und vierten Klassen der Maria-Montessori-Grundschule in Winnweiler zu einem Kreativspiel eingeladen. Dabei sollte ein eingängiges Logo für die Bücherei gefunden werden. Mit viel Fantasie und Ideenreichtum machten sich die Schüler ans Werk und präsentierten schließlich über 1000 Vorschläge. Alle wurden gesichtet und bewertet. Das Rennen machte schließlich der von der damaligen Klasse 3b favorisierte Schmetterling als Symbol und der Slogan „Lesen für alle“. Als „Siegprämie“ winkte eine Party, die jetzt in den Büchereiräumen gefeiert wurde. Auch Bürgermeister Rudolf Jacob war mit von der Partie und überzeugte sich von der Idee, die Büchereileiterkollegin und Designerin Judith Stürtz aus Oppenheim grafisch ansprechend umgesetzt hatte. Die Gemeindebücherei wird sich von nun an bei allen Veröffentlichungen mit ihrem neuen Logo präsentieren. Leiterin Gudrun Eberhardt und ihr Team erhoffen sich davon eine gewisse Werbewirkung. Mit Kindersekt wurde nun auf das gelungene Werk angestoßen, dazu gab es Piccolinis und Pizzaschnittchen, Laugenteilchen und kleine Brownies zur Stärkung. Ein spannendes „Schmetterlinge-Suchspiel“ sorgte für Unterhaltung, wobei es auch einen Preis zu gewinnen gab. Es galt herauszufinden, wie viele bunte Falter an den ausgespannten Schnüren schaukelten, sich an den Wänden niedergelassen oder auf den Bücherregalen versteckt hatten. Chiara Graf hatte alle 42 entdeckt und durfte sich über einen Buchgutschein der Buchhandlung Franck freuen. Für ihre 20 Mitschüler gab es als Trostpreis kleine Deko-Schmetterlinge. Ganz ohne „Literatur“ kam auch die Party nicht aus und Heilwig Dietrich fand aufmerksame Zuhörer für die Tiergeschichte aus der Feder von Erwin Moser „Die Kellerassel und der Schmetterling“. Sie enthielt, wie könnte es anders sein, ein Körnchen Lebensweisheit: Wenn auch bei ihrem unfreiwilligen Ausflug ins Freie der Assel das Sonnenlicht viel zu hell und dem Schmetterling bei seiner versehentlichen Stippvisite im Keller dieser zu dunkel und feucht war, so mussten doch beide am Ende feststellen: „Es ist überall schön“ – es kommt eben nur auf den Standpunkt an. Mit einem lustigen Liedchen verabschiedeten sich die Viertklässler und ihre Klassenlehrerin Kerstin Welker aus der Bücherei, wo man gerne viele von ihnen in Zukunft als eifrige Leseratten wiedersehen möchte. (rm)