Donnersbergkreis Der Blick geht in Richtung Bezirksliga

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Gerbach. Uneinholbar einen Spieltag vor Ende der ersten Halbserie: Der TuS Gerbach – ohne Pleite auf dem Thron der Bezirksklasse Westpfalz Nord/Ost – ist Herbstmeister! Unbedeutende Vorschuss-Lorbeeren und nicht mehr als ein netter Prestige-Titel, weiß TuS-Kapitän Herbert Weber. Ziel jetzt: Nach dreijähriger Abstinenz von der „großen Bühne“ nimmt er mit seinem Sextett die Bezirksliga ins Visier. Gerbach will hochklettern – die Ausgangsposition ist optimal.

Beinahe wäre es noch in die Hose gegangen. Dann hätte der inoffizielle Titel gewackelt. Lokalderby am vergangenen Sonntag, etwa halb Eins am Mittag: In eigener Halle muss Spitzenreiter TuS Gerbach ziemlich an seine Grenzen gehen. Nachbar TTV Würzweiler, nur zwei Kilometer weiter südlich angesiedelt und nach furiosem Start im Mittelmaß versackt, spielt groß auf. Er kratzt an einem Punktgewinn. Schlussdoppel, 8:7 steht es für die Gerbacher. Der erste Satz gleitet Oliver Koch und Partner Timo Lamb aus den Händen, 10:12. Danach machen sie kurzen Prozess. Mario und Bernd Schläfer müssen sich mit 1:3 beugen, der TTV verliert hauchdünn 7:9. Und Gerbach rettet sich zur vorzeitigen Herbstmeisterschaft. Eine Partie steht noch aus. „Überraschend ist das schon etwas – dadurch, dass wir nicht immer komplett waren. Jetzt wollen wir natürlich angreifen“, betont Mannschaftsführer Weber nach dem Gewinn des ehrenhaften, aber wertlosen Coups. Als einziges Team der Bezirksklasse ist sein TuS unbesiegt. Nur zwei Remis musste es einstecken, drei Punkte stehen die Gerbacher vor dem gleichauf liegenden Verfolger-Duo TTC Börrstadt und TuS Hirschhorn. Im dritten Jahr Bezirksklasse winkt der Wiederaufstieg – nach zuletzt zwei dritten Plätzen. „Wenn wir komplett stehen, sehe ich da keine Probleme. Mit Höringen und Rockenhausen sind die Starken weg. Es wäre mal wieder an der Zeit, ein Muss gibt es aber nicht“, meint Weber. Komplett – damit meint der Routinier vor allem die ersten fünf Positionen. Koch und Lamb spielen mit zusammen 28:6-Einzeln eine glänzende Runde, Dirk Zachmann punktet konstant und zeigte auch im vorderen Paarkreuz seine Stärke, Weber rückt mit einer 15:1-Traumbilanz in die Mitte. „Von den ersten Fünf darf keiner ausfallen.“ „Ich hoffe und denke, dass wir jetzt mindestens zu einem Unentschieden kommen“, sagt Weber vor dem letzten Jahresspiel beim TTV Siegelbach II (morgen 19 Uhr). Einen grandiosen Auftakt legte der TTV hin, seit fünf Begegnungen ist er aber sieglos. Trotzdem kein Kanonenfutter: Das 8:8 beim Zweiten in Börrstadt warnt. Abzufangen ist Gerbach vor dem Jahreswechsel nicht. Er kann sein Polster jedoch ausbauen. Und alles gemütlich auf sich zukommen lassen... (ppp)

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