Donnersbergkreis Delegierte stimmen für den Umbruch
Neue Zeiten brechen an. Der Rheinland-Pfälzische Dartverband (RPDV) krempelt seinen Spielbetrieb um. Knackiger Modus, größere Aufstiegs-Chancen für den Landesliga-Meister: Die Delegierten entschieden sich am Sonntag in Winnweiler während des DSV-Donnersberg-Cups „mit großer Mehrheit“, so RPDV-Präsident Winfried Matheis, für die Liga-Reformen. An den Boards holte sich derweil Frank Kortendieck den Titel im offenen Einzel.
. Winfried Matheis atmete auf. Alles glatt gelaufen, keiner stellte sich großartig quer oder rebellierte. Der Umbruch kann beginnen. „Es war ja schon davor wenig Gegenwind zu spüren“, sagte Matheis. „Das ist ein Einstieg in etwas Neues, ein Versuch für uns“, freute sich der Alsenbrück-Langmeiler, Vorsitzender des RPDV, auf die Zukunft. Die Weichen sind somit gestellt – für attraktivere Spielzeiten, die dem regionalen Steeldart durch neue Wettkampf-Modi gleichsam Zuwachs bescheren sollen. Ab der nächsten Saison weht im RPDV ein frischer Wind an den Boards: Zusätzlich zu Regional- und Landesliga wird an der Basis eine Bezirksliga eingeführt, die Klassen auf sechs Teams pro Staffel reduziert und, ganz wichtig, im Bundesliga-Unterhaus, der Landesliga, künftig mit acht statt sechs Mann geworfen. Der Meister muss also keine Kartei-Leichen mehr ausgraben, um an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. „Bisher mussten immer Leute eingesetzt werden, die die ganze Saison nicht gespielt haben“, erklärte Matheis. Er kennt das Dilemma bestens: Der DSV Donnersberg verpasste auch deshalb vor kurzem den Sprung auf die nationale Bühne. Das 30-jährige Vereinsjubiläum des Gastgebers und Dartsport standen am Wochenende im Festhaus Winnweiler auch auf dem Programm. Frank Kortendieck, Crack der DSC Bandits Kastellaun, gewann den DSV-Donnersberg-Cup – und untermauerte seinen Spitzenplatz in der offenen RPDV-Rangliste. Im Finale besiegte er Thomas Cassagne von Bundesligist DV Kaiserslautern locker mit 6:1. Seine Bestleistung war ein 93er-Average mit drei Darts. Er stoppte auch den Lauf von René Wünsche (SG Zillbachtal/Schweisweiler). „Im Halbfinale ging gar nichts mehr. Aber mit der Leistung kann man zufrieden sein“, sagte Wünsche, der stärkste Donnersberger im 76er-Feld. Bei den Frauen siegte Simone Fegert (DSV Donnersberg) im Endspiel über Teamkollegin Michaela McClain. „Das Turnier war super besetzt. Wir hatten zwölf Teilnehmer mehr als in den beiden letzten Jahren“, staunte Siegfried Matheis – und führte den erst 14-jährigen Nico Blum aus Köln an. Er reiste extra für die Rangliste nach Winnweiler. (ppp)