Donnersbergkreis Dekan im Amt bestätigt

49 Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen: Oberkirchenrätin Marianne Wagner, Personaldezernentin der Landeskirche, gratuliert Dekan Stefa
49 Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen: Oberkirchenrätin Marianne Wagner, Personaldezernentin der Landeskirche, gratuliert Dekan Stefan Dominke zu seiner Wahl.

Das Ergebnis war eindeutig: Mit überwältigender Mehrheit ist Stefan Dominke am Samstag bei der Tagung der Bezirkssynode des Kirchenbezirks Donnersberg als Dekan bestätigt worden. Vor den 54 anwesenden Mitgliedern im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Kirchheimbolanden betonte Dominke, dass es entscheidend sei, dass die Gottesfrage vor allem in der Öffentlichkeit stets wachgehalten wird.

49 Mitglieder hatten mit Ja gestimmt, fünf hatten sich enthalten. Dieses deutliche Ergebnis verkündete die Synodalvorsitzende Rommi Keller-Hilgert. Ein großes Vertrauen, für das sich Dominke auch bedankte. Er versicherte, dass er für die vollen zehn Jahre zur Verfügung stehe. Danach möchte er im Donnersbergkreis in den Ruhestand gehen. 1998, im Alter von 36 Jahren, wurde Stefan Dominke Dekan in Obermoschel und hat dieses Amt nun 20 Jahre inne. Seit 2013, dem Jahr der Fusion der Dekanate Obermoschel und Kirchheimbolanden zum Kirchenbezirk Donnersberg, steht er diesem als Dekan vor. „Wenn wir uns treu bleiben, wenn wir Zuversicht haben und diese auch anderen geben, habe ich keine Angst vor der eigenen und der Zukunft der Kirche“, sagte Dominke am Samstag vor seiner Wahl. Er machte seine christliche Überzeugung und sein kirchliches Wirken an verschiedenen Grundpfeilern fest: Entscheidend sei, dass die Gottesfrage vor allem in der Öffentlichkeit stets wachgehalten werde. Dazu gehöre auch, dass von den Pfarrern sowohl die Gottesdienste als auch Taufe, Konfirmation, Trauung oder Begräbnis sorgfältig und überzeugend gehandhabt werden. Als Christ sollte man stets auskunftsfähig und -bereit sein. Man sollte versuchen, den Glauben für die Zukunft, auch an die Jugend, weiterzugeben, so Dominke. Unverzichtbar sei hier die Protestantische Jugendzentrale Donnersberg mit den beiden Standorten Kirchheimbolanden und Obermoschel. Die Kirche müsse seelsorgerlich-diakonisch sein. Die diakonischen Einrichtungen im Kirchenbezirk leisteten hier vor allem im sozialen und lebensberatenden Sektor sehr wichtige Arbeit, lobte der Dekan. Kirchliches Handeln sei zudem Beziehungsarbeit. Die Kirchengemeinden seien „Pflanzstätten kirchlichen Glaubens und strahlen menschliche Nähe aus“. Deshalb sollte man nicht anstreben zu zentralisieren, sondern insbesondere die kleineren Gemeinden in der Fläche erhalten. Das Priestertum aller Gläubigen beinhalte, dass es vor Ort Freiwillige gibt, die sich ehrenamtlich in die kirchliche Arbeit einbringen. Dies sei unverzichtbar. Drei Wahlausschüsse hatten sich im Vorfeld bereits mit Stefan Dominke, dem einzigen Kandidaten, auseinandergesetzt. Luise Hussung vom Synodalausschuss, Gabi Treiber vom verstärkten Bezirkskirchenrat und Erich Morschhäuser vom verstärkten Presbyterium gaben unisono das Votum „Wiederwahl“ ab. Da das Plenum keine Aussprache über den Kandidaten wünschte, konnte die geheime Wahl direkt stattfinden. Die Personaldezernentin der Landeskirche, Oberkirchenrätin Marianne Wagner, und Pfarrer Andreas Petzholz, der als sogenannter Senior der Bezirkssynode fungiert, beglückwünschten den alten und neuen Dekan nach der Wahl. Die Bezirkssynode war am Samstag mit dem beschwingten Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ gestartet. Als Eingangsgebet diente anschließend „Luther’s Morgensegen“. Bei seiner Kandidatenvorstellung hatte sich Dominke zunächst bei Pfarrerin Annette Kaffka für die Auswahl des Eingangsliedes bedankt. Die kurzfristige Irritation, die ihn beim Lesen der Tageslosung erfasst hatte – darin ist von „Stricken des Todes“ die Rede – sei durch das fröhliche Lied direkt verdrängt worden. Später gab der Dekan bekannt, dass das Bonhoeffer-Haus über Sommer renoviert werden soll. Zur Einweihung werde am 26. Oktober Kirchenpräsident Christian Schad in Kirchheimbolanden erwartet. Die nächste Synode ist am 3. November in Obermoschel vorgesehen. Pfarrer Andreas Petzholz bat im Schlussgebet um Gottes Segen für die Arbeit des Dekans. Petzholz hatte noch ein Wortspiel auf Lager, als er die „kirchliche GmbH“ als „Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung“ bezeichnete.

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