Steinbach RHEINPFALZ Plus Artikel Defizit und Kredite steigen im Haushalt der Gemeinde deutlich an

Corona sorgt für deutlich weniger Einnahmen im Haushalt der Gemeinde Steinbach.
Corona sorgt für deutlich weniger Einnahmen im Haushalt der Gemeinde Steinbach.

Statt nur 67 Euro wird das Defizit im Haushalt 2020 der Gemeinde Steinbach auf 90.349 Euro ansteigen. Dennoch beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig den Nachtrag.

Die Gemeinde braucht zwar in verschiedenen Bereichen mehr Geld, aber sie schafft im Gegenzug dafür Werte, wie seitens der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Winnweiler deutlich gemacht wurde. So werden beispielsweise 255.000 Euro für den Ankauf von Grundstücken für das Baugebiet Hochwaldbild ausgegeben.

Auch die Kreditaufnahmen über 307.000 Euro, die im Nachtrag verbucht sind, seien berechtigt. Mit diesem Geld wird ein Teil der Sanierung des Bürgerhauses finanziert. Am Ende der Sitzung gab Rüdiger Bohlander, der die Sitzung für die erkrankte Ortsbürgermeisterin Susanne Röß leitete, bekannt, dass das Bürgerhaus bis zum Jahresende wegen der verschärften Corona-Bestimmungen nicht mehr vermietet werden kann.

Corona wirkt negativ auf die Einkommenssteuer

Bereits deutlich zu spüren seien die Auswirkungen der Pandemie bei den Steuereinnahmen. Alleine im Einkommensteuerbereich werden bereits für das laufende Jahr rund 30.000 Euro Rückgänge verzeichnet. Auch das trage dazu bei, dass kein Ausgleich des Haushalts erreicht wird. 2019 hatte Steinbach noch 6644 Euro Jahresüberschuss verbuchen können. Der negative Effekt durch die Corona-Krise werde sich im kommenden Jahr noch deutlich verstärken, warnte die Verwaltung vor.

Insgesamt werden im Haushalt jetzt Erträge von 762.944 Euro eingeplant, denen voraussichtlich 983.293 Euro Aufwendungen gegenüber stehen werden. Das Eigenkapital der Gemeinde beträgt am Jahresende laut Planung dann noch knapp 770.000 Euro. Um ihre Aufgaben bewältigen zu können, erhalte die Gemeinde Steinbach immerhin 179.060 Euro Schlüsselzuweisungen vom Land.

Veränderungen gab es auch im Stellenplan. Nachdem im Sommer der langjährige Gemeindemitarbeiter in den Ruhestand ging, wurde eine neue Arbeitskraft mit einem Vertrag über 22 Wochenstunden sowie ein geringfügig beschäftigter Helfer eingestellt. Außerdem gibt es eine Reinigungskraft.

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