Donnersbergkreis Das Ende einer Siegesserie

KIRN. Am neunten Spieltag war es soweit. Landesligist ASV Winnweiler musste erstmals Punkte abgeben und verlor völlig zu Recht mit 0:2 (0:2) beim VfR Kirn. Ohne Laufbereitschaft und Aggressivität war für die Giehl-Truppe im Stadion Auf der Loh nichts zu holen.
Die Kirner mutieren zum Angstgegner des ASV Winnweiler. In den letzten sieben Aufeinandertreffen gewann der ASV nur einmal, verlor dabei drei der letzten vier Partien gegen Kirn. Am Sonntag stand es bereits nach 20 Minuten 0:2 aus Sicht der Gäste. Rico Jelacic und Alexander Bauer (10. und 20.) bestraften die Nicht-Einstellung der Winnweilerer in der Anfangsphase. Für den im Urlaub weilenden Felix Horn, der schmerzlich vermisst wurde, rückte Jakob Siebecker ins zentrale defensive Mittelfeld. Alexander Schönmaier und Kapitän Christoph Scharfenberger bildeten das Innenverteidiger-Duo. Falsches Stellungsspiel, verlorene Kopfballduelle, Abstimmungsprobleme: der VfR profitierte von ASV-Fehlern in der Defensive. Doch auch nach vorne lief beim ASV wenig bis nichts zusammen. Die Abstände zwischen Mittelfeld und Sturm waren speziell in der ersten Halbzeit viel zu groß. Waldemar Maurer, nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder dabei, hatte nach einer Flanke von Yannic Orschiedt die einzig nennenswerte Torchance (26). Sein Kopfball segelte über den Kasten. In der zweiten Hälfte steigerte sich der ASV zwar, kontrollierte über weite Strecken die Partie. Doch im letzten Drittel der gegnerischen Hälfte agierte der ASV nicht zwingend genug. Wieder Maurer per Kopf (48.), Fabian Schmitt, dessen Schuss vor der Linie geklärt wurde (65.), sowie Orschiedts Abschluss an die Latten-Unterkante (85.): Der Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Bei langen Bällen nach vorne fehlte zudem die Staffelung. Erstmals in dieser Saison schafften es die Winnweilerer nicht, einen eigenen Treffer zu erzielen. „Nur mit sehr sehr viel Glück hätten wir heute noch ein Unentschieden holen können. Vor allem in der ersten Halbzeit war das zu wenig Laufbereitschaft und Aggressivität“, kritisierte Trainer Jürgen Giehl nach dem Spiel Einstellung und Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. „Nach dem spielfreien Wochenende waren wir schon etwas aus dem Rhythmus. Wir fangen jetzt wieder bei Null an und wollen am Samstag im Heimspiel von Beginn an ein anderes Gesicht zeigen“, so Giehl. Die Tabellenführung hat der ASV eingebüßt. Der SV Rodenbach ist nun einen Punkt voraus. (fsm)