Donnersbergkreis Das Bushäuschen steht wieder gerade
Das zum wiederholten Male von unbekannten Verkehrsteilnehmern beschädigte Falkensteiner Buswartehäuschen wird nicht zurück in den Ort verlegt. Das hat der Gemeinderat beschlossen, nachdem sich Ortsbürgermeister Volker Demmerle zuvor mit Vertretern des Öffentlichen Personennahverkehrs getroffen hatte. Vorerst ist das Bauwerk aus Holz provisorisch wieder hergerichtet worden, 2018 soll ein neuer Unterstand errichtet werden.
Wie berichtet, befindet sich das Wartehäuschen am „unteren“ Falkensteiner Orteingangs aus Richtung Imsbach. Dreimal sind bislang unbekannte Fahrer gegen das Bauwerk gebrummt, alle drei Vorfälle hat die Ortsgemeinde Falkenstein als Eigentümerin der Polizei gemeldet. Trotz Lackspuren konnte aber kein Verantwortlicher ausfindig gemacht werden, weshalb die Gemeinde auf den Kosten der Reparaturen sitzen geblieben ist. So auch nach dem jüngsten Unfall, der die Holzhütte – ähnlich dem schiefen Turm von Pisa – in erhebliche Schräglage versetzt hat. „Die Beschädigung schmerzt wegen unserer knappen Kasse noch mehr“, betonte Demmerle. In der vergangenen Sitzung war dann angeregt worden, die Haltestelle doch wieder an den frühen Standort nahe der Kirche und des Bürgerhauses zu verlegen. Dazu sollte die Einschätzung von Verkehrsbehörden und der Polizei eingeholt werden. Bei den Experten habe der Vorschlag aber keine Zustimmung gefunden: Die Verhältnisse in diesem Bereich seien sehr eng und zum Wenden von Omnibussen völlig ungeeignet. Somit würde man mit der Verlegung der Haltestelle in den Ortskern einen zusätzlichen Gefahrenpunkt schaffen. Daher bleibt der bisherige Haltepunkt unterhalb der Ortslage bestehen. Ratsmitglied Uwe Baus hat inzwischen in Eigenleistung die Unterstellmöglichkeit wieder nutzbar gemacht. Zudem werden als erste Schutzmaßnahme gegen weitere Beschädigungen zwei Eisenpoller in den Boden gesetzt. „Diese werden zusätzlich mir reflektierender Klebefolie versehen“, so Demmerle. Im nächsten Jahr soll dann ein neues Wartehäuschen gebaut werden – allerdings kein Prunkstück, „denn wir sind zum Sparen gezwungen“, betonte der Ortschef. Er werde sich in den nächsten Wochen um Zuwendungen von Land und Kreis bemühen.