Donnersbergkreis Dalmatiner-Welpen und Reise nach Moskau
Draußen regnete es vom grauen Himmel Bindfäden – in der Kirchheimbolander Grundschul-Turnhalle dagegen, wohin gestern die finalen Proben für die Residenzfest-Matinee der Ballettschule „Flex & Point“ verlegt werden mussten, ging zumindest in vielen Zuschauer-Herzen die Sonne auf.
Da übten sich Minis mit Tutus und Dutt unterm Häkelnetz in zarter Grazie, wuselten wenn nicht 101, so doch wenigstens 44 getupfte Dalmatiner-Welpen umher, zeigten ebenfalls die Kleineren mit Pep und Spaß, was sie im Jazz-Workshop so gelernt haben. Und ihre Lehrerin Kristine Uhl gab im kraftvollen Solo schon mal einen Vorgeschmack auf den Hiphop-Pas-de-deux, den sie am Sonntag wiederum mit ihrem Tanzlehrer Leo Hess auf die Bretter legen will. Profi Hess, so erzählt Uhl, die gemeinsam mit Lisa und Nora Frölich die Ballettschule leitet, sei nach dem Auftritt im Vorjahr so begeistert von der Atmosphäre gewesen, dass er gern wieder mitwirke. Vielfältig, anspruchsvoll von klassischem Spitzen- bis zu effektvollem Showtanz und farbenprächtig: So wird sich auch Matinee Nummer drei in Regie der drei Frauen präsentieren, die mutig und kreativ das Erbe von Isolde Dierks-Bulenda aufnahmen und damit Kirchheimbolanden einen charmanten Kulturträger erhalten. Mit 95 Mitwirkenden von drei Jahren aufwärts wird diesmal sogar ein Rekord erreicht. Und Lust auf tänzerische Weltreisen bleibt Programm, egal ob sie in schwelgender Kostümpracht nach Moskau oder zu Aladdins Wunderlampe in den Orient gehen. „Man muss das Leben tanzen“ ist ganz in diesem Sinne Motto der Matinee. Jetzt heißt’s nur noch, Petrus zu bezirzen, damit sie am Sonntag um 11 Uhr wie gewohnt im Schlossgarten stattfinden kann. Bei starkem Regen wird wieder ausgewichen – in die Stadthalle an der Orangerie.