Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Coach Raab sieht „noch Luft nach oben“ für seine junge Truppe

Ein Schlüsselspiel für die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg (rechts Kapitän Nils Raab): die 0:3-Heimniederlage gegen den späte
Ein Schlüsselspiel für die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg (rechts Kapitän Nils Raab): die 0:3-Heimniederlage gegen den späteren Meister SC Weselberg.

Die Saison 2021/22 dürfte als eine sehr ordentliche Spielzeit in die noch junge Geschichte der SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg eingehen. Das Team wurde in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz Vierter. Und es war sogar noch ein bisschen mehr drin.

„Ich bin mit der Platzierung absolut zufrieden“, sagt Alex Raab, der Coach der Spielgemeinschaft, die sich, wenn man die abgebrochene Corona-Saison 2020/21 auslässt, als die Mannschaft Dritter war, noch einmal verbessert hat. „Man darf nie vergessen, woher wir kommen“, sagt der Trainer. Tatsächlich spielte die SG, die sich 2014 gegründet hatte, bei der Amtsübernahme von Raab im Jahr 2017 noch in der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord. Dann schaffte das Team den Durchmarsch und ist seit 2019 in der Bezirksliga beheimatet.

„Das Ziel nach dem sechsten Rang in der verkürzten Runde 2019/20 war in der vergangenen Spielzeit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde“, erzählt Raab. Und das schaffte die SG souverän. Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg holte sich in der Hauptrunde mit Platz eins den Herbstmeistertitel. In 18 Spielen sammelte das Team der beiden Kapitäne Nils Raab und Steffen Werrmann 42 Punkte und beendete die erste Saisonhälfte mit acht Zählern Vorsprung an der Spitze der Nordstaffel. Und das obwohl bereits in der Vorbereitung mit Defensivspezialist Jeremias Raab, der sich einen Kreuzbandriss zuzog, ein Schlüsselspieler ausfiel.

Offensive gerät ins Stocken

Mit einem guten Schuss Euphorie und viel Selbstvertrauen starteten die SG-Akteure dann in die Aufstiegsrunde. Favoriten auf die beiden ersten Tabellenplätze waren die beiden Teams aus der Süd-Staffel SC Weselberg und SG Knopp/Wiesbach. Das erste Spiel der Meisterrunde gewann die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg beim FC Queidersbach mit 1:0. Auch zu Hause triumphierte die Raab-Truppe eine Woche danach mit 5:0 gegen den SV Battweiler. Dann gab es auswärts bei der SG Schopp/Linden einen Dämpfer mit einer 1:2-Niederlage. Zum Spitzenspiel gegen den späteren Meister SC Weselberg am Samstag, 23. April, auf dem Hartplatz in Mannweiler-Cölln pilgerten 500 Zuschauer. 0:3 verlor die SG. In der Folge verlor die Raab-Elf ihren Rhythmus. Nach der 0:2-Niederlage in Knopp/Wiesbach war klar, dass es auch mit Platz zwei nichts mehr werden würde. Siege in den abschließenden fünf Spielen gab es für Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg nur noch am Grünen Tisch, da Queidersbach und die SG Knopp/Wiesbach nicht mehr antraten.

Die SG schloss die Saison letztlich noch hinter dem Donnersberger Rivalen SV Kirchheimbolanden auf dem vierten Tabellenrang ab. „Es ist nicht so gewesen, dass die Luft nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen den SC Weselberg bei uns raus gewesen ist“, macht Raab im Rückblick klar. Der Coach sagt: „Wir haben auch danach noch ordentliche Begegnungen absolviert. Ich denke da nur an das 2:3 im Rückspiel in Weselberg. Leider haben wir in den acht abschließenden Spielen in der Aufstiegsrunde in der Offensive zu wenig aus unseren Torchancen gemacht. Das hat uns dann letztlich eine bessere Endplatzierung gekostet.“

Ein weiterer Fortschritt

Insgesamt erzielten die Kombinierten in den acht absolvierten Partien der zweiten Saisonhälfte zehn Buden. Andreas Schick war dabei mit drei Treffern erfolgreichster SG-Torschütze in der Aufstiegsrunde. In der Hauptrunde hatten die SG-Spieler noch 55 Mal in 18 Partien getroffen.

Dennoch: Alex Raab zieht ein sehr positives Saisonfazit. „Die Hauptrunde war eine tolle Mannschaftsleistung, die Jungs haben die ganze Runde super mitgezogen. Wir haben wieder einen Fortschritt gemacht. Dieser war zwar kleiner als noch in den Anfangsjahren unter meiner Trainerschaft, aber es ging wieder nach vorne. Wir haben viele, teils sehr junge Spieler, die in ihrer Jugendausbildung einfach taktisch nicht gut geschult werden. Da haben wir noch jede Menge Luft nach oben. Ich bin deshalb zuversichtlich, was die kommenden Jahre hier angeht.“ Raab macht weiter, steht in der neuen Runde an der Außenlinie. „Ich fühle mich hier richtig wohl“, sagt der Coach.

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