Donnersbergkreis Briefe an die Lokalredaktion:

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Was Hänschen nicht lernt ... Während die Schulsozialarbeiterin der Verbandsgemeinde vorne ihr Konzept vorstellt und von „sozialer Kompetenz“, „aktivem Zuhören“ und „Respekt“ spricht, reden zwei Ratsmitglieder ständig halblaut miteinander und packen schließlich unter Gekicher und Geraschel ihre Stullen aus, um diese genüsslich zu verspeisen. Respekt, meine Herren, das nenne ich mal soziale Kompetenz! Man kann nicht ein fragwürdiges, anachronistisches Kriegs- und Militärdenkmal zum Symbol und Aushängeschild von Heimat und Region hochjubeln und dann dessen Restauration und Nachbau (!) als völlig unpolitischen Akt darstellen. Gerade in Zeiten eines zerfallenden Europas, eines aufflammenden Nationalismus in und um Europa und einer AfD, die schon 22 Prozent Wählerstimmen erhält, ist die Verherrlichung beziehungsweise der Nachbau eines Siegesdenkmals aus einer Epoche eines aggressiven, militaristischen Nationalismus, der später maßgeblich zum Ersten und Zweiten Weltkrieg geführt hat, entschieden abzulehnen. Die Millionen Tote kostende Erzfeindschaft mit Frankreich ist überwunden – die Franzosen sind unsere besten Freunde in Europa. Wir brauchen heute keinen Nachbau eines Triumphbogens mehr! (Was sagen eigentlich die Partner aus Rognac zu den Umtrieben ihrer Donnersberger Spatzenfreunde?) Man kann und darf anderer Meinung sein, aber wir müssen darüber diskutieren und Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein neues, aufgeklärtes, kritisches Geschichtsbewusstsein vermitteln. Denn wir können unsere verheerende, katastrophale Geschichte, deren Entstehungsursachen und deren Relikte nicht totschweigen und entpolitisieren und sie einem unkritischen, verharmlosenden Volkstumsbrimborium überlassen. Man muss die Dinger, die in ganz Deutschland noch „rumstehen“, ja nicht alle abreißen. Aber bitte nicht auch noch nachbauen! Einfach Bismarck, Moltke und den Adler in die Schlucht schmeißen, eine Friedenstaube draufsetzen und ein vernünftiges Mahnmal mit ordentlicher Info-Tafel daraus machen. Dadurch würde der Donnersberg und die Region Achtung und Ansehen gewinnen. Alle Welt rennt ja jetzt angeblich dahin – was für eine wunderbare Möglichkeit, ein friedliches, humanistisches Geschichts- und Heimatbild zu vermitteln.

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