Donnersbergkreis Brandschutz an Schulen

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Um die Gebäude auf den aktuellen Stand in Sachen Brandschutz zu bringen, stehen in der Mathilde-Hitzfeld-Schule und der Grundschule in Kirchheimbolanden größere Baumaßnahmen an. An die drei Millionen betragen die Kosten hierfür, wie eine erste Schätzung ergab. Was gemacht werden muss, stellte das Architekturbüro Müller und Mizera am Dienstagabend im Verbandsgemeinderat vor.

„Es ist ein Projekt, das uns über die nächsten Jahre begleiten wird“, sagte Axel Haas, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Das Büro Scheidel aus Winnweiler hat bereits ein Brandschutzkonzept für die Gebäude erstellt. Ergebnis: Es sind umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Der erste Beigeordneter Hans Leverkus berichtete, dass in diesem Jahr Zuschussanträge gestellt werden sollen. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich über die Jahre 2016 bis 2018 erstrecken. Architekt Walter Mizera verdeutlichte, dass die Maßnahmen im Sinne des Brandschutzes von der Kreisverwaltung verlangt werden. Beispielsweise seien zwei unabhängige Rettungswege verpflichtend. An der Grundschule sind außerdem neue Außentreppen vorgesehen. Die Türen müssen rauchabdichtend sein. Zudem sollen die Toilettenanlagen saniert werden. Eine Maßnahme, die laut Mizera ohnehin erforderlich wäre. Sehr zur Freude von Kirchheimbolandens Stadtbürgermeister Klaus Hartmüller und dessen CDU-Fraktion: „Es ist wichtig, dass das gemacht wird. Die Toilettenanlage ist in einem unhaltbaren Zustand.“ Unter anderem muss auch die Decke geöffnet und eine Hausalarmierungsanlage eingebaut werden. „Derzeit rennt der Hausmeister noch mit der Handsirene rum“, erklärte Mizera. Auch sei eine Erneuerung der Jalousienanlage erforderlich. Das alles soll während des laufenden Schulbetriebs über die Bühne gehen. Heißt aber, dass dann verschiedene Räume leergeräumt werden und „die Kinder im Idealfall in andere Räume ausweichen“, sagte Mizera. Eine Notlösung wären Container. „Das wollen wir aber aus Kostengründen vermeiden.“ Joachim Fister (SPD) wollte wissen, was der Bau von Aufzügen kosten würde, um eine Barrierefreiheit herzustellen. „Wir geben mehr als drei Millionen Euro aus, sind im Bereich Barrierefreiheit aber auf dem Stand Null“, so Fister. „Wir können alles machen, dann reden wir aber über sechs, acht Millionen Euro“, entgegnete Bürgermeister Haas. Teilbereiche der Schule hätten einen behindertengerechten Zugang. Mizera erläuterte zudem, dass man mehrere Aufzüge bräuchte, um in der Grundschule Barrierefreiheit herzustellen. Peter Kummermehr (Grüne) schlug vor, zunächst mal einen Aufzug zu installieren, um „50 Prozent der Schule barrierefrei zu erschließen“. Letztlich regte Haas an, dass die Kosten für die Aufzüge einmal ermittelt werden sollen, die Planung für die Brandschutzsanierung aber unabhängig davon vorangetrieben wird. Dem stimmte der Rat auch bei zwei Enthaltungen zu. Noch könne man die Kosten nicht genau beziffern, sagte Claudio Gießing vom Dannenfelser Büro Müller und Mizera. Schätzungen belaufen sich derzeit auf knapp 2,8 Millionen Euro. (ssl)

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