Tennis
Brücker Bunker Boys gegen TC Kirchheimbolanden chancenlos
Auf dem eigenen Platz wäre es dann doch etwas eng geworden, weil die Damen 30 zeitgleich den Park TC Siegelbach zum Heimauftakt in der Pfalzliga begrüßen wollten. „Wir haben in Brücken nur vier Plätze. Da hätten wir uns die Anlage teilen müssen. Dann hätten die Partien bis abends um 18 Uhr gedauert“, erklärt Gerry Geyer, Teamkapitän der Bunker Boys. Das wiederum wollten die Brücker, die erstmals diese Saison in einem Sechserteam spielen, auch wieder nicht, nahmen Kontakt mit dem Gegner TC Kirchheimbolanden auf. „Wir haben angeboten, das Spiel bei uns auszutragen. Wir haben genügend Plätze, und bei uns wurde auch keine weitere Begegnung ausgetragen“, zeigte Christoph Bosch, der Mannschaftsführer des TCK, im Vorfeld Verständnis für die Anfrage.
Bedenken bezüglich des Coronavirus, ob einer möglichen Überfüllung des Brücker Platzes mit Spielern und Zuschauern, seien aber nicht der Grund für das Angebot gewesen. „Sicherlich wollten wir einer möglichen Infektion auch aus dem Weg gehen, aber es war nicht der vorrangige Grund“, erklärt Bosch. In Brücken wurde nach dem Vorschlag des Gegners überlegt: ein lange dauernder Spieltag oder eine 75 Kilometer lange Anreise? „Natürlich wäre uns ein Heimspiel lieber gewesen. Es war eben eine Nutzenabwägung“, sagt Geyer.
Auch aus Sicht der Brücker hatten Gedanken zur pandemischen Lage für den Tausch des Heimrechts nur eine geringe Rolle gespielt. „Bei uns ist doch alles weitläufig. Wir hätten nur im Klubhaus etwas mehr aufpassen müssen, da wir sehr viele Leute auf dem Platz gewesen wären. Trotz Fahrt haben wir aber insgesamt eine Zeitersparnis.“
Eigene „Gäste-Lounge“ für mehr Abstand
Doch auch vor Ort in Kirchheimbolanden musste trotz niedriger Inzidenz auf die Hygiene- und Abstandsregeln geachtet werden. „Wir haben auf der Anlage unsere Maßnahmen aufgehängt. Wir haben auch Desinfektionsspender und extra eine Lounge aus Palettenmöbel für unsere Gäste. Gegessen haben wir nach dem Spiel unter freiem Himmel und mit Abstand“, erzählt Bosch.
Auch die erst kürzlich, nach der Freigabe des Tennisverbandes Pfalz, wieder erlaubte Nutzung der Duschen ist gesondert geregelt. „Es müssen Masken im Innenbereich getragen werden und auch in der Umkleide“, berichtet der Kapitän der Herren des TC Kirchheimbolanden.
Ungemein deutlich, und doch viel klarer als erwartet, verlief die Partie dann am gestrigen Sonntag. 9:0 hieß es am Ende für den TCK. „Es war schon eine klare Sache für uns. Wir hatten anhand der Leistungsklassen schon gedacht, dass es teilweise etwas enger werden kann“, analysierte Bosch die Partie zum Saisonauftakt. Insbesondere beobachtete der TCK-Spielführer, dass bei den Brückern doch einige Debütanten auf dem Platz standen.
„Für uns war das noch keine Standortbestimmung. Da kommen schon noch ganz andere Aufgaben auf uns zu“, meinte er. Insbesondere die kommende Partie gegen Rot-Weiß Kaiserslautern III sei eine echte Prüfung. Bosch will mit seiner Mannschaft in diesem Jahr durchaus vorne mitspielen. „Mit dem Aufstieg wird es schon eng. Aber wir hatten im Vorjahr viele enge Spiele. Da könnte schon einiges möglich sein in dieser Runde.“
„
Wunderschöner Tennis-Tag“
Die Geselligkeit stehe dagegen bei seinem Team ganz weit oben, erklärte Brückens Geyer. Auch deshalb setzten sie bei ihrem Saisonziel zwar darauf, viele Spiele für sich zu gestalten, aber das Miteinander sei durch die vielen Zugänge ehemaliger Fußballer bei den Bunker Boys doch immer wichtiger geworden in den vergangenen zwei Jahren.
Coronabedingt habe es während der Auftakt-Matches der Medenrunde kaum Besonderheiten gegeben. „Wir haben zu Beginn gleich jedem gesagt, worauf geachtet werden soll. Es war ein wunderschöner Tennis-Tag, auch vom Wetter her“, erzählte Bosch, der mit seinem Team nach der Partie auch die Gastronomie auf der Anlage nutzte.
Auch sportlich waren die TCK-Herren sehr zufrieden, weil sie die Gegner in allen Belangen beherrscht hatten. „Alle Partien in zwei Sätzen zu gewinnen war stark von unseren Leuten. Wir haben dem Gegner nicht wirklich eine Chance gelassen“, berichtete Bosch.
So spielten sie
TC Kirchheimbolanden (B-Klasse) - ASC Bunker Boys TA Brücken 9:0
Einzel: David Faul - Stefan Altherr 6:0, 6:0; David Wildberger - Fabian Defland 6:1, 6:0; Christoph Bosch - Gerry Geyer 6:0, 6:0; Alexander Wildberger - Manuel Distler 6:0, 6:0; Christopher Schmitt - Jens Traumer 6:1, 6:0; Jannik Arm - Sebastian Joas 6:0, 6:0
Doppel: Wildberger/Wildberger - Defland/Geyer 6:1,6:0; Faul/Schmitt - Altherr/Traumer 6:1, 6:1; Bosch/Nils Juhnke - Distler/Joas 6:1,6:3.