Kirchheimbolanden Borg Warner: Silberstreif am Horizont

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Dass die Arbeitnehmervertreter bei Borg Warner mobil machen, ist allzu nachvollziehbar. Immerhin: Ein neues Projekt sorgt für Hoffnung. Entwarnung bedeutet es aber noch lange nicht.

Sozusagen der Silberstreif am Horizont: Der neue Auftrag ist endlich mal wieder eine positive Schlagzeile für das Kirchheimbolander Werk des Automobilzulieferers. Denn im Vergleich zu früheren Zeiten sind neue Projekte im Turboladerbereich aufgrund der Entwicklung des Weltmarkts eher rar gesät. Zumindest ist es ein Beleg dafür, dass das Werk mit seinen vielen erfahrenen Mitarbeitern längst nicht zum alten Eisen gehört, Kunden die Kompetenz vor Ort weiter zu schätzen wissen.

Wünschenswert wäre es jetzt, wenn es mit der von der Geschäftsführung propagierten Transformation des Werks weiterginge und sich auch die erhofften Abschlüsse in den Zukunftsfeldern der Mobilität einstellten. Denn der konventionelle Markt verfällt durch die weltpolitischen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit zunehmend – etwa durch den Verbrennerstopp in der EU ab 2035.

Umso verständlicher ist es, dass sich die Belegschaft Sorgen um ihre Arbeitsplätze macht, dass Verunsicherung spürbar ist. Arbeitnehmervertreter weisen immer wieder darauf hin, dass sie bereits Beiträge erbracht haben, unter anderem einen enormen Stellenabbau geschluckt haben, um den Standort Kibo als Auftragnehmer attraktiver zu machen. Insofern wären weitere Erfolge bei der Akquise nicht nur ein starkes Signal nach außen, sondern auch nach innen, dass der 1200 verbliebenen Mitarbeiter Einsatz Früchte trägt – und dass das Werk Kibo langfristig eine Zukunft hat.

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