Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Biedesheim: Mehr Bauland im Bangert

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Bauangelegenheiten waren die Hauptthemen bei der Sitzung des Ortsgemeinderates Biedesheim am Donnerstagabend im Bürgerhaus. Zum einen ging es um den Aufstellungsbeschluss für das Gebiet „Am Grünstadter Weg“, zum anderen um die Annahme des geänderten Bebauungsplans „Im Bangert III“. Dort können jetzt sogar vier statt der bisher angedachten drei Grundstücke entstehen. Die Entscheidungen fielen einstimmig.

Im dritten Bauabschnitt im Bangert können jetzt sogar vier statt der bisher angedachten drei Grundstücke entstehen. Die Erweiterung des Neubaugebiets östlich der Straße Sonnenwinkel ist als „allgemeines Wohngebiet“ klassifiziert und soll den Verlust von 14 vorgesehenen Baugrundstücken „Im Bangert IV“ teilweise ausgleichen. Die Ortsgemeinde verfügt gegenwärtig über keinerlei Bauland mehr. Wie berichtet, wurde dem Dorfparlament am 19. September von der Verwaltung der Verbandsgemeinde Göllheim mitgeteilt, dass der seit März 2018 geplante vierte Abschnitt im Bangert wegen Überschwemmungsgefahren nicht verwirklicht werden kann. In derselben Sitzung war dann das Kaiserslauterer Büro WSW & Partner GmbH für circa 5200 Euro mit den Planungsleistungen beauftragt worden.

Am Donnerstag lag der Entwurf für den geänderten Plan „Im Bangert III“ auf dem Tapet. Demnach ist die für Bauwillige zur Verfügung stehende Fläche von 0,3 Hektar auf 0,31 Hektar durch Optimierung der Straßenführung erweitert worden, sodass das Areal in vier Grundstücke geteilt werden kann. „Diese werden zwischen 500 und 700 Quadratmeter groß sein“, informierte Bürgermeister Holger Pradella im Nachgang zur Sitzung. Sie werden zu beiden Seiten des Verkehrswegs liegen, der nach dem Entwurf bis an das östliche Ende des Geltungsbereichs weitergeführt werden soll, um sich die Möglichkeit einer späteren Anbindung an die Kindenheimer Straße offen zu halten. „Diese Weiterführung ist ein kurzer Fußweg“, so Pradella.

Schutzwälle erforderlich

Um vor den Folgen von Starkregenereignissen gefeit zu sein, sind Schutzwälle auf den beiden südlich gelegenen künftigen Grundstücken erforderlich. Mit Blick auf die Hochwasservorsorge sind die Abflusslinien in den angrenzenden Feldern berücksichtigt worden. Auch wurden in dem Plan verschiedene Auflagen festgeschrieben. So müssen Öffnungen der Häuser wie Schächte, Fenster und Türen mindestens 15 Zentimeter über dem Geländeniveau liegen. Pradella rechnet damit, dass in etwa zwei bis drei Jahren die ersten Bagger anrollen können.

In der Sitzung, in der das nur gut zur Hälfte besetzte Gremium knapp entscheidungsfähig war, wurde auch der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan „Am Grünstadter Weg“ südlich der Kindenheimer Straße (L 450) gefasst. Das rund 3300 Quadratmeter große Areal soll als „eingeschränktes Gewerbegebiet“ ausgewiesen werden, um eine frühere landwirtschaftliche Halle künftig für einen Betrieb zur Herstellung von Holzhackschnitzen nutzbar zu machen. „Der Eigentümer hat noch eine bis 31. März befristete Genehmigung, das Gebäude als Lagerraum zu nutzen“, erläuterte der Bürgermeister.

Der Gemeinderat vergab den Auftrag für die Erstellung des Bebauungsplanes sowie des Umweltberichts für brutto 7747 Euro an die WSW & Partner GmbH aus Kaiserslautern, die mit ihrem Angebot mehr als 2500 Euro preiswerter ist als ein zweiter Mitbewerber. „Mit der Bezahlung der Leistung müssen wir als Ortsgemeinde in Vorleistung treten, können uns das Geld aber über einen Städtebaulichen Vertrag zurück holen“, sagte Pradella. Für den Abschluss eines solchen Vertrags wurde einstimmig grünes Licht gegeben.

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