Donnersbergkreis Bezirksliga-Spieltage festgelegt

RAMSTEIN. Der neue Staffelleiter der Fußball-Bezirksliga Westpfalz, Reiner Ehrgott, resümierte am Mittwochabend im Sportheim des FV Olympia Ramstein die erste Spielhälfte der Saison und legte die Spieltage im neuen Jahr fest, während Verbandsschiedsrichter-Obmann Erhard Blaesy auf den Schiedsrichtermangel in den Amateurligen hinwies.
Mit dem Nachholspiel der SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg gegen den TuS Steinbach am 10. Dezember, 15.30 Uhr, endet der Spielbetrieb der Bezirksliga im Jahr 2016, ehe es im neuen Jahr voraussichtlich am 25. Februar mit dem Nachholspiel der SG Jettenbach gegen die SG Kirchheimbolanden/Orbis und dem 20. Spieltag eine Woche später am 4. März mit der Jagd auf den Tabellenführers VfB Reichenbach weiter geht. Das Urteil zur abgebrochenen Partie zwischen dem TuS Göllheim und dem TV/SC Hauenstein II wird am kommenden Dienstag erwartet. Mit den ersten 16 Spieltagen war Reiner Ehrgott weitestgehend zufrieden. Die Gelben Karten stiegen gegenüber der Vorsaison von 495 auf 517, was Ehrgott noch in seinem Toleranzbereich sah. Auch bei den Gelb-Roten Karten wurde ein leichter Anstieg um 8 auf 30 Stück festgestellt, während sich die Roten Karten „geringfügig verbessert haben“. So mussten die Schiedsrichter dreimal weniger als zuvor den roten Karton zücken und kamen auf 23. Was Ehrgott jedoch nicht gefiel, waren die Gründe, warum die Schiedsrichter die Rote Karte aus der Tasche holen mussten: „Überaus häufig wurden Spieler vom Platz gestellt, die etwas zum Schiedsrichter sagten. Ich bitte hier, entsprechend einzuwirken. Gerade bei Mannschaften, wo es häufiger vorkommt, sollte man sich fragen, ob hier nicht vielleicht ein Problem in der Mannschaft vorliegt“, warnte er. Ebenso das Verhalten von Trainern musste er ansprechen: „Wir hatten diese Saison sechs bis sieben Strafen gegen Trainer. Ein Trainer wurde sogar zweimal bestraft“, verwies er auf die Statistik. „Ich weiß, dass es eine emotionale Sache an der Linie ist. Dennoch darf ein Trainer seine Vorbildfunktion nicht vergessen. Wenn ich als Spieler meinen Trainer so am Spielfeldrand toben sehe, gehe ich davon aus, dass ich dies auch darf“, sah er hier Parallelen. Ein Appell an alle Vereine erging auch von Verbandsschiedsrichter-Obmann Erhard Blaesy bezüglich der Schiedsrichterausbildungen. „In den Top-Ligen ist der Südwestdeutsche Fußballverband besser aufgestellt als irgendein Verband sonst. An der Basis drückt uns aber der Schuh“, machte er in seiner kurzen Rede auf den Schiedsrichtermangel in der Bezirksliga aufmerksam. Von 51 geforderten Schiedsrichtern stellt die Bezirksliga Westpfalz lediglich 40. Dahn und Hinterweidenthal hatten dabei überhaupt keinen Unparteiischen vorzuweisen, während Reichenbach mit fünf Schiedsrichtern zwei Mann und die TSG Kaiserslautern mit einem Mann über dem Soll waren. Bei den Zuschauerzahlen lag der SV Hinterweidenthal mit 175 Zuschauern pro Heimspiel auf dem ersten Rang, gefolgt vom FC Dahn und TuS Bedesbach-Patersbach mit 166. Schlusslicht bildete die TSG Kaiserslautern mit lediglich 61 Zuschauern. Insgesamt besuchten 15.746 Zuschauer die 134 Spiele. |fns