Fußball
Bezirksliga: SG Gundersweiler gewinnt erneut gegen SG Rockenhausen/Dörnbach
Sportlich absteigen muss der SVG wohl dennoch. Allerdings spielt das keine große Rolle mehr. Der SV Gundersweiler wird im Sommer nämlich Teil der SG Rockenhausen/Dörnbach. Der SV Gundersweiler ärgerte am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz den Derbygegner SG Rockenhausen/Dörnbach mit einem 3:2-Auswärtserfolg zum zweiten Mal in dieser Saison.
Die Hammerschmidt-Truppe hatte in der Hinrunde die Partie zu Hause gegen den favorisierten Donnersberger Nachbarverein schon mit 2:1 gewonnen. Am Sonntag gelang dem SV Gundersweiler nun das erneute Kunststück auf dem Kunstrasen in Rockenhausen. Die SG-Akteure ärgerten sich ein bisschen über den erneuten Fauxpas gegen den Tabellendrittletzten, mussten am Ende aber doch schmunzeln. In der kommenden Spielzeit werden die meisten Akteure in der gleichen Mannschaft stehen. Einen, den das ganz besonders freut, ist Karl-Heinz Halter, den zukünftigen Coach der SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler.
Karl-Heinz Halter zukünftiger Coach der SG
Als der 66-Jährige bei seinem neuen Verein in der vergangenen Woche zusagte, rechnete er eigentlich nur mit einem Team. Doch wenige Tage nach seiner Unterschrift verkündete ihm Thorsten Trost, der Sportvorsitzende der SG Rockenhausen/Dörnbach, dass er in der kommenden Runde eine wohl fast komplette Mannschaft noch dazu bekommt. „Natürlich ist das toll. Für mich als Trainer ist so ein großes Reservoir an guten Bezirksligaspielern das beste, was passieren kann“, sagte Halter, der sich am vergangenen Sonntag einen ersten Eindruck von seinen zukünftigen Akteuren machen konnte.
„Es ist leider so, dass es bei uns an Nachwuchs mangelt, die Spieler immer weniger werden. Es ist einfach die Zeit gekommen, Kräfte zu bündeln“, betonte Jochen Greß, der Erste Vorsitzende des SV Gundersweiler, der sagte: „In der Jugend haben wir schon eine sehr gute Kooperation mit der SG Rockenhausen/Dörnbach. Deshalb habe ich vor einigen Wochen Thorsten Trost gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, die Aktiven-Mannschaften zusammenzubringen.“
„Eine Sache, in der es nur Gewinner geben kann“
Die beiden Sportvorstände der SG Rockenhausen/Dörnbach und des TSV Dörnbach zeigten sich sofort bereit dafür. „Das ist für alle eine Sache, in der es nur Gewinner geben kann“, sagt Patrick Enkler. Der Sportvorstand der Dörnbacher spricht da aus eigener Erfahrung. Vor der Runde 2021/22 ging der TSV mit dem FV Rockenhausen eine Spielgemeinschaft ein. „Die Zusammenarbeit war immer gut und fair, und sportlich ist das auch eine gute Sache gewesen“, sagt Enkler.
Auch für Thorsten Trost gibt es für die Entscheidung, den SV Gundersweiler in die SG aufzunehmen, nur positive Gründe. „Der SV Gundersweiler ist ein Nachbarverein. Die Spieler und Offiziellen kennen sich schon seit mehreren Jahren“, sagt der Rockenhausener Sportvorstand und macht klar: „Die Heimspiele werden auf die drei Vereine verteilt. Wir haben nun drei Sportplätze, die wir wegen den vielen Jugendlichen, die aus allen drei Clubs kommen, auch dringend benötigen.“
Michael Hammerschmidt trainiert die „Zweite“
Auch die Spieler beider Vereine haben den zukünftigen Zusammenschluss der einstigen Lokalrivalen schnell gutgeheißen, bestätigen alle drei Vorstände. „Bis auf ganz wenige Akteure, die aber auch schon im Vorfeld wechseln wolten, bleiben alle Spieler der aktuellen beiden Mannschaftskader uns treu“, betonen Trost, Enkler und Greß.
Zwei Mannschaften wird die neue SG auf jeden Fall am Spielbetrieb der nächsten Saison anmelden. Eine Bezirksligamannschaft und ein Team in der A-Klasse. Die SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler II wird in Zukunft vom derzeitigen Gundersweilerer Spielertrainer Michael Hammerschmidt trainiert. Es ist noch nicht sicher, aber die Offiziellen der drei Clubs wollen auch eine Dritte Mannschaft am Spielbetrieb anmelden. „Ich denke, das gibt das Spielerreservoir her“, sagt Thorsten Trost.
Es braut sich was zusammen
Dass es für die aktuelle „alte“ SG in dieser Saison für die Vize-Meisterschaft in der Bezirksliga nicht gereicht hat, hat vielleicht auch am „alten“ Rivalen SV Gundersweiler gelegen. Die sechs Punkte, die Rockenhausen/Dörnbach liegen gelassen hat, fehlen am Ende. Nun, da die Konkurrenten aber in Kürze wohl Mitspieler sein werden, sollte die Liga gewarnt sein. Im nördlichen Donnersberg braut sich was zusammen. Im sportlich positiven Sinn.