Donnersbergkreis Besucher nicht zu zählen
Was Geschäftsführer Sven Bischoff in der vorigen Woche bereits im RHEINPFALZ-Gespräch angekündigt hatte, bekräftigte er am Sonntag noch einmal im großen Rahmen: „Das Bischoff-Fest in Winnweiler wird es künftig wieder jedes Jahr geben“, sagte der Chef der Privatbrauerei beim Brauhof-Fest auf dem Firmengelände. Bei idealen äußeren Bedingungen waren zahlreiche Besucher gekommen, um sich über das Brauwesen zu informieren sowie das vielfältige kulinarische und musikalische Angebot zu genießen.
In Zukunft wird das Fest wieder jährlich am ersten August-Wochenende stattfinden, versicherte Bischoff den Gästen. Die Veranstaltung sei sowohl ein Dank an die treuen Kunden als auch eine Gelegenheit, sich in der Brauerei umzusehen. „Nicht zu zählen“ seien die Besucher gewesen, zog Bischoff am Ende des Tages ein rundum zufriedenes Fazit. Vor allem die Betriebsbesichtigungen bei laufender Produktion vom Brauvorgang bis hin zur Abfüllung seien stark frequentiert gewesen. So wurde beispielsweise im Sudhaus, wo Malzschrot und Wasser vermischt werden, der Beginn des Gärprozesses erläutert. Auch konnten die Gäste einen Blick in die zylindrokonischen Gärtanks werfen und die Abfüllanlagen in Augenschein nehmen – etwa die moderne Linie, an der die Fünf-Liter-Dosen erst mit Gerstensaft und anschließend einem Zapfhahn versehen werden. Jährlich liefert Bischoff etwa eine halbe Million solcher Exemplare aus – überwiegend auf den asiatischen Markt. Verwendet werden dabei so genannte KEG-Mehrwegfässer, die vollautomatisch gereinigt und befüllt werden. Natürlich konnte aber auch die herkömmliche Flaschenabfüllung begutachtet werden. In der Vollguthalle werden die fertigen Behältnisse palettiert oder auch nur gestapelt und bereit zur Auslieferung gemacht. Sven Bischoff hatte das Fest am Morgen eröffnet und dabei seine Verbundenheit zur Region betont. Ferner lobte er die Treue der Nordpfälzer zum Bischoff-Bier. Über die Bedeutung des Gerstensaftes sprach der Kirchheimbolander Bierkönig Helmut I. (Helmut Obenauer) – er zeigte sich erfreut, dass in der Nordpfalz ein solch gutes Bier gebraut werde und damit die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt sei. Neben den beiden Kerweveranstaltungen sei das Bischoff-Fest das dritte große Ereignis im Winnweilerer Jahreskalender, betonte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Er begrüßte, dass die Veranstaltung, die viele Menschen in die Gemeinde ziehe, nun wieder jedes Jahr ausgerichtet werde. Das Unternehmen sei ein großer Werbeträger für die Kommune – denn Bischoff werde mit Winnweiler und Winnweiler mit Bischoff in Verbindung gebracht, so Jacob. Auch international werde die Brauerei immer bekannter. Für die Vertragskunden von Bischoff war der Tag ebenfalls eine gute Gelegenheit, ihr gastronomisches Angebot zu präsentieren: Der Betriebshof avancierte zu einer kulinarischen Schlemmermeile. Beim Bierausschank wurde der Gastgeber von den Wanderfreunden Hochstein unterstützt. Für musikalische Klänge sorgten die saarländischen „Büddenbacher“ und der Fanfarenzug aus dem italienischen Lecco. Die Winnweilerer Feuerwehr hatte ein gut angenommenes Kinderprogramm organisiert. Durchgängig reges Treiben herrschte am Craft-Beer-Stand: Wie berichtet, bietet Bischoff ab sofort die Sorten „Triple Pale Ale“, ein Weizenbockbier und eine spezielle Kreation mit dem Titel „Barrel Aged Bock“ an. Dieses hat vier Monate lang in Whiskyfässern gelagert, um anschließend in Flaschengärung zu reifen. Zunächst wurden nur 116 der 0,7-Liter-Flaschen abgefüllt. Die drei Marken sollen sowohl in der Region als auch international vermarktet werden.