WINNWEILER Berufstierretter holen 36 Katzen aus verwahrlostem Haushalt

Die Tierretter fanden die Katzen zwischen Müll und Exkrementen vor.
Die Tierretter fanden die Katzen zwischen Müll und Exkrementen vor.

Die Berufstierrettung Rhein Neckar hat am Mittwochnachmittag rund 40 Katzen aus einem Haus in Winnweiler geborgen. „Umgeben von Müll und Exkrementen versteckten sich die Katzen im ganzen Gebäude“, so die Darstellung der Organisation, die laut Kreisverwaltung auf Veranlassung des Donnersberger Veterinäramtes tätig geworden ist.

Über fünf Stunden seien die Einsatzkräfte beschäftigt gewesen, die Tiere einzufangen und aus dem Haus herauszunehmen, schrieben die Tierretter auf Facebook. „Zehn Katzen müssen wir wohl zurücklassen“, wird ein Sprecher der Berufstierrettung Rhein Neckar im „Mannheimer Morgen“ zitiert. Die Berufstierretter hatten erst zwei Wochen zuvor bereits rund 25 Katzen aus diesem Haus befreit.

Um die Katzen kümmert sich nun der Verein „Kittenstube für Notfälle“, der sich im Donnersbergkreis noch in Gründung befindet. Der Verein war in die Aktion in Winnweiler auch eingebunden. Die Katzen befänden sich einstweilen an Pflegestellen in Trippstadt und in Dreisen, war gestern bei Magdalena Schmidt aus Marnheim als Ansprechpartnerin des sich bildenden Vereins zu erfahren. Sie sprach von insgesamt 36 Tieren, um die es am Mittwoch gegangen sei. Schmidt kümmert sich jetzt um die Vermittlung der Vierbeiner an neue Halter, Interessenten können sich bei ihr unter der Handynummer 0173 4135883 melden.

Es habe sich nicht um eine Beschlagnahme der Tiere gehandelt, sondern um „eine Rettungsaktion im Einvernehmen mit der Tierbesitzerin“, hieß es gestern im Kreishaus auf Nachfrage. Das Veterinäramt sei durch einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Situation aufmerksam und tätig geworden.

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