Donnersbergkreis Bei Pfalz-Werbung Aufklärungsbedarf

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Mit einer Steigerung der Gästezahlen und der Übernachtungen im Donnersbergkreis um jeweils fast fünf Prozent zeigt sich Landrat Rainer Guth als Vorsitzender des Donnersberg-Touristik-Verbands anlässlich der Mitgliederversammlung des DTV im Parkhotel Schillerhain zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Auch künftig wolle der DTV die Attraktivität des Kreises durch eine ganze Reihe von Aktionen noch stärker ins Bewusstsein rücken, so Guth.

Die Zahl der Gäste im Donnersbergkreis dürfte sogar höher sein, zumal nur größere Häuser bezüglich der Anzahl ihrer Übernachtungsgäste meldepflichtig seien. Die Statistik trenne indes nicht zwischen reinen Touristen und Gästen, die beispielsweise an Tagungen teilnehmen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 70.000 Gäste mit 142.000 Übernachtungen registriert, womit ein Plus von knapp fünf Prozent eine erfreuliche Entwicklung im Tourismus aufzeige. Im Hinblick auf die Pfalz-Werbung sieht der Landrat für den Donnersbergkreis noch Aufklärungsbedarf: Er habe schon die Erfahrung machen müssen, dass die Werbung stark auf die Weinstraße fokussiert sei. Es gelte klarzumachen, dass die Pfalz größer sei als nur die Weinstraße. Guth versprach, mit entsprechenden Touristikern eine Besichtigungstour durch den Kreis zu unternehmen und stellte bei dieser Gelegenheit Reiner Bauer als neuen Standortentwickler und Wirtschaftsförderer des Kreises vor. Als Ortsbürgermeister von Steinbach habe Bauer bereits Projekte angestoßen und bewiesen, dass man auch in einem Dorf viel erreichen könne. Bei der Anzahl der dem DTV angeschlossenen Mitglieder sind wenig Veränderungen eingetreten, stellte DTV-Geschäftsführer Simon Lauchner fest, der von seinen Mitarbeiterinnen Julia Fuge, Nathalie Groen und Sabine Theobald-Kern unterstützt wird. Derzeit habe man 156 Mitglieder aus Kommunen, Übernachtungsbetrieben, Freizeiteinrichtungen, Weingütern und Campingplätzen. Sieben Austritten stünden acht neue Mitglieder gegenüber. Mit einer ganzen Reihe von Werbemaßnahmen war das DTV-Team 2017 aktiv, hat Simon Lauchner in seinem Jahresbericht aufgezeigt. Bei Messen und Ausstellungen, einem Pfälzer Abend im Münchner Hofbräuhaus und anderen Aktionen sei der Kreis als touristisches Ziel ebenso vorgestellt worden wie durch die Herausgabe von Flyern und Broschüren, auch Online-Werbung über Soziale Netzwerke sei einbezogen gewesen. Vor 16 Jahren hatte der Donnersberg-Touristik-Verband zuletzt die Mitgliedsbeiträge erhöht, eine Anpassung war nun angebracht. Es sei eine Erhöhung in homöopathischen Dosen, sagte Guth, und die zahlreich versammelten Mitglieder sahen das auch so: Einstimmig nahmen sie eine Erhöhung der Beiträge und der Werbeumlage an, die jeweils nach Art des Betriebs gestaffelt sind. Nachdem der Haushaltsplan für 2018 ausgeglichen in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 113.000 Euro abschließt und einstimmig verabschiedet wurde, war die mit dem Zahlenwerk in Zusammenhang stehende Beitragserhöhung für einige Mitglieder Anlass, die finanzielle Ausstattung des DTV anzusprechen. Das auch vor dem Hintergrund, dass für Werbezwecke und Präsentationen im Internet mehr Geld investiert werden müsste. Rainer Guth verwies jedoch auf die mangelhafte technische Ausstattung im Kreishaus, so das der DTV im IT-Bereich nicht genügend Einsatzmöglichkeiten hat. Wenn man in die neue geplante Pfalz-Plattform einsteigen wolle, koste das auch einiges. Wenn man das Technische gemeistert habe, könnten Werbemaßnahmen und Präsentationen im Internet geplant werden, so dass man dann erst über den dafür notwendigen finanziellen Bedarf reden könne, hieß es aus der Versammlung heraus. Es müsse genug Potenzial vorhanden sein, wenn man richtig werben wolle. Mit einem sehr informativen Vortrag über die zum 1. April eingeführte Pfalz-Card hatte Katrin Föhst von der Pfalz-Card-GmbH die DTV-Mitglieder darauf eingestimmt, die Gäste mit deren Vorteilen, unter anderem die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen und Vergünstigungen bei Eintrittsgeldern, vertraut zu machen.

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