Donnersbergkreis Bei „Father and son“ bricht Jubel aus

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DIELKIRCHEN. Der „Chef“ persönlich stand diesmal in seiner Majik-Lounge in Dielkirchen auf der Bühne. Mit seinem Freund „Nur Kurt“ Sawalies (neben Helene Fischer der zweite Künstler aus Wöllstein) gründete er vor etwa sieben Jahren das Duo „Tillerman’s Cat“. Den Bandnamen wählten die beiden, um ihr Idol „Katzen-Stefan“, wie Sawalies liebevoll Cat Stevens nennt, zu ehren.

„Wir haben noch nie eine LP zusammen gemacht? Das erste Album war eine CD?“, fragt Kurt Sawalies. „Nein. Dafür sind wir zu jung!“, lacht Ken Legendre. Jung geblieben sind die beiden auf jeden Fall. Vor allem Ken Legendre. Er rockt auf der Bühne und schrubbt auf seiner Gitarre wie ein Rockstar, etwa beim Lied „On the cover of the Rolling Stone“. Schließlich haben sie auch Träume. „Ich war noch nicht auf dem Cover von ,Schrot und Korn’“, träumt Legendre. „Ich war schon auf der Titelseite von der ,Bäckerblume’“, reibt Sawalies dafür stolz Legendre unter die Nase. Hauptsächliches Repertoire: Cat Stevens. Da sie auch manchmal selbst komponieren, aber nicht so gerne dichten, erzählt Sawalies, nutzten sie Texte des schottischen Dichters Rolf Campbell. Aus einem so wichtigen Thema wie „Doping im schottischen Sport“ einen Song zu machen, war beiden ein bedeutendes Anliegen. „Epo“ – so der einprägsame Name des Liedes. So hoffen sie darauf, dass dieses überaus wichtige Thema nicht in Vergessenheit gerät. Sawalies erzählt gerne von seinen Begegnungen in Schottland. Bei „Father and son“ brechen Jubel und euphorisches Klatschen aus. Trocken bemerkt Sawalies: „Vielen Dank. Der Applaus war berechtigt.“ Auch originell, als Ken Legendre das Lied „The first cut is the deepest“ wie folgt ankündigt: „Viele große Stars haben diesen Song gecovert. Rod Stewart, Sheryl Crow oder Tillerman’s Cat…“. Letztere Version finde er persönlich die Beste, bestätigt Sawalies die Aufzählung seines Kollegen. „Moon shadow“, „Lady D’Arbanville“, „The peace train“, „Morning has broken“, „It’s a wild world“ und, und, und… Das Publikum hält es meist nicht mehr ruhig auf den Sitzplätzen. Lautstark wird geklatscht, mit den Füßen auf dem Boden „getrommelt“ und in den textsicheren Passagen mitgesungen. Kurt Sawalies rührt auch ein wenig die Werbetrommel und macht auf seine nächsten Konzerte aufmerksam. „Die Not ist groß. Kauft fleißig Karten.“ „Apropos ,Not’: Weihnachten steht schon vor der Tür, und wir haben unsere CDs hier zum Verkauf“, ruft Legendre ins Publikum. Sawalies kommentiert wieder trocken: „Ja, nur noch einmal duschen.“ Spaß hatten an diesem Abend alle im Publikum. Die beiden Künstler durften daher berechtigterweise am Ende ihres Konzerts den stehenden Beifall der Zuhörer in Empfang nehmen. Auch den Forderungen nach einer Zugabe kamen sie gerne nach. Die zweite Zugabe war dann aber doch die letzte. Und wie geht es weiter in der Majik Lounge? Am 18. April, 19.30 Uhr, ist wieder Talent-Lounge im Bürgerhaus, bevor dann am Dienstag, 2. Mai, 19.30 Uhr, das Maximum Terzett mit Klaus der Geiger zu erleben ist.

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