Donnersbergkreis Bauausschuss soll Bauplätze vorschlagen

Im Focus der jüngsten Sitzung des Imsbacher Gemeinderats stand unter anderem auch der zweite Abschnitt des Baugebiets Sonnenberg.
Ortsbürgermeister Ingo Müller teilte mit, dass es im „alten“ Sonnenberg und am Kupferberg derzeit noch jeweils einen Bauplatz gebe. Zwar hätten sich auswärtige Interessenten gemeldet, aber Zusagen gäbe es keine. Im sei bewusst, sagte Ratsmitglied Otto Gros, dass die Erschließung des Bauabschnitts II des Sonnenbergs eine große Belastung für die Kasse der Gemeinde sein werde. Er mutmaßte, dass es schwer werden könnte, 18 Bauplätze zu verkaufen. „Aber was soll man den Kindern von Ortsansässigen anbieten, wenn die beiden anderen Bauplätze verkauft sind“, so Gros. Verbandsbürgermeister Rudi Jacob stimmte diesen Bedenken zu und gab außerdem zu bedenken, dass der Bauabschnitt eine Hanglage und daher für die meisten Bauherren unattraktiv sei. Besser wäre es, so Jacob, nach Grundstücken im Ortskern Ausschau zu halten. Das wiederum sah Ratsmitglied Timo Schultz eher problematisch, da deren Eigentümer nicht verkaufen wollten. Ratsmitglied Martin Zöller machte den Rat auf einen Zeitungsartikel aufmerksam, in dem die Gemeinde Steinbach die Bürger eingeladen und mit ihnen über mögliche Bauplätze diskutiert habe. Es wäre doch vorstellbar, dies auch den Imsbachern anzubieten. Davor müsse man den Interessenten aber auch mögliche Bauplätze zeigen können, sagte Jacob. Er denke an die „Flurstraße“ und „Im Behl“. Davon wiederum hielt Ratsmitglied Eckhard Gros nichts. Gerade bei landwirtschaftlichen Betrieben in der Nachbarschaft sei dies problematisch, da die Neuansiedler selten Verständnis für die typischen Geräusche aufbringen würden. Ortschef Müller schlug vor, einen Bauausschuss zu gründen. Die Mitglieder sollten dann eine Bestandsaufnahme von möglichen Bauplätzen machen. Diesem Vorschlag stimmten alle Anwesenden zu. Ein weiterer Tagesordnungspunkt griff die Sanierung von Feldwegen auf. Der einzige zuschussfähige Feldweg sei die alte Römerstraße, sagte Eckhard Gros. Über das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) kann dieser Weg mit bis zu 65 Prozent bezuschusst werden. Bei Gesamtkosten von 140.000 Euro würde das rund 90.000 Euro ausmachen. Für den Rest werde die Jagdgenossenschaft mit einem Betrag von 20.000 bis 25.000 Euro die Gemeinde unterstützen, die dann selbst noch rund 30.000 Euro aufbringen müsste. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ teilte Müller mit, dass die Glühbirnen, die im Winter am Weihnachtsbaum zerstört worden waren, von den Eltern der minderjährigen Täter inzwischen bezahlt wurden. Ratsmitglied Otto Gros übermittelte eine Beschwerde von Bürgern über die „unordentliche Arbeit“ der Firma, die die Grabbegrenzungen auf dem Friedhof macht. Rudi Jacob konnte sich das nicht erklären: Die gleiche Firma arbeite in Winnweiler offenbar zur Zufriedenheit aller. Ratsmitglied Thomas Dörstling trug eine Beschwerde von Anwohnern der Gartenstraße vor: Der Asphalt habe Gefahrenstellen. Dies soll überprüft und gegebenenfalls behoben werden. (gom)