Donnersbergkreis B 271 liegt noch im Ministerium

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Im kommenden Jahr soll das Planfeststellungsverfahren für den Bau der neuen B 271 nach Grünstadt im Südabschnitt vom Dürkheimer Bruch bis nördlich von Kallstadt eingeleitet werden. Dieses Ziel nannte der leitende Planer Martin Schafft vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Worms nun im Bauausschuss der Stadt Bad Dürkheim. Die Kosten für das knapp fünf Kilometer lange Teilstück werden auf rund 27 Millionen Euro geschätzt.

Die Trassenplanung des LBM liegt seit knapp einem Jahr dem Bundesverkehrsministerium zur endgültigen Prüfung vor. Sie sei in einzelnen Punkten noch leicht anzupassen und zu begründen, sagte Martin Schafft. Zur zeitlichen Dimension der Umsetzung mochte er mit Verweis auf die in Bau befindliche Westumgehung bei Kirchheim keine Prognose stellen: Dort hatte sich das Planfeststellungsverfahren aufgrund von Einsprüchen und Planungsänderungen von 2003 bis 2009 erstreckt, 2010 lag nach Abweisung einer Klage durch das Oberverwaltungsgericht Koblenz dann Baurecht vor. Doch dauerte es weitere fünf Jahre, ehe die Finanzierung bewilligt war und im August 2015 der erste Spatenstich erfolgte. Jetzt während der Herbstferien wird es vor Grünstadt eine Vollsperrung geben, um die neue Trasse an den Knotenpunkt an der Autobahn anzubinden. Laut einer aktualisierten Verkehrszählung aus dem vergangenen Jahr werden für 2020 etwa 17.600 Fahrzeuge am Tag auf der B 271 in Höhe Bad Dürkheim-Ungstein hochgerechnet, in Kallstadt werden es 18.500 sein, südlich von Herxheim noch knapp 10.900. Der Anteil des Schwerlastverkehrs liegt zwischen rund fünf und 6,4 Prozent (vor Herxheim). Die Entlastung für die Ortsdurchfahrten durch die Umgehung siedelt der LBM bei 70 bis 80 Prozent an. Bis 2030 geht man von einer nur geringen Steigerung des Verkehrsaufkommens aus. Mitglieder des Bauausschuss erkundigten sich nach der Möglichkeit, Ortsdurchfahrten wie in Ungstein schon vorab schöner zu gestalten. Dazu würden Gespräche geführt, sagte Baudezernent Gerd Ester (CDU). „Wir wollen in die Dorfsanierung in Ungstein einsteigen. Dann reden wir auch über Kirch- und Weinstraße.“ Keine Chance sieht Schafft für die Überlegung, die kreuzungsfreien Anschlüsse mit „Ohren“ und entsprechenden Aufschüttungen durch Kreisel zu ersetzen, um die Angst der Winzerschaft vor Froststau zu mindern. Der Planer verwies auf verbindliche Richtlinien des Bundes, Kreisverkehre für Straßen mit einer solchen Verkehrsbedeutung auszuschließen. „Das würde definitiv nicht genehmigt“, betonte Schafft. Dürkheims Bürgermeister Christoph Glogger (SPD) erinnerte daran, dass die Stadt vor Jahren bereits die Wanne im Bruch durchgesetzt habe, um die Gefahr eines Frostsees bei einer Überführung der Bahnstrecke zu bannen. Wenigstens dort würden Dämme dadurch vermieden. Das eigens beauftragte Klimagutachten werde bei der Planfeststellung ausgelegt, erklärte Schafft. Es sei bei den Verwaltungen und im Internet einsehbar. „Das Gutachten hat bereits gute Erkenntnisse gebracht“, meinte er. So erhielten die Brücken größere Öffnungen, um Kaltluft besser abfließen zu lassen, und die Bepflanzung von Dämmen sei aus dem gleichen Grund „mal lückiger, mal dichter“. Dennoch gab sich Joachim Berger (SPD) überhaupt keinen Illusionen hin: Klagen gegen die Trassenführung im Südabschnitt „zeichnen sich ja schon ab ...“

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