VG Nordpfälzer Land
Bürgermeisterwahlen: Fünf Duelle und zwölf Gemeinden „ohne“
Amtsinhaber gegen Herausforderer: Viermal gibt es diese Konstellation bei den Wahlen am 9. Juni in der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land. In Niedermoschel möchte Stefan Grünewald Gunther Keller als Ortsbürgermeister ablösen, in Seelen tritt Ronny Kretschmer gegen Rainer Degen an. Auch in den beiden Städten gibt es Duelle um den Chefposten: In Obermoschel kandidiert Frank Wagner gegen Ralf Beisiegel, in Rockenhausen will Güngör Aydin für die SPD nach fünfjähriger Abstinenz von Michael Vettermann (FDP; unterstützt auch von der CDU) den Platz an der Sonne zurückerobern.
Zwei Namen werden auch in Ransweiler auf dem Wahlzettel stehen. Besonderheit hier: Sowohl Katharina Weber als auch Tobias Hautz sind „Newcomer“; es wird also in der Nachfolge von Hans-Jürgen Wieland in jedem Fall ein neues Dorfoberhaupt geben. Gleiches gilt – mehr Ja- als Neun-Stimmen vorausgesetzt – für vier weitere Ortsgemeinden, bei denen ein Neuer beziehungsweise eine Neue ohne Gegenkandidaten antreten: Anja Schwarz (für Helmut Klein) in Gundersweiler, Steven Krebs (für Gernot Pietzsch) in Münsterappel, Andre Sittel (für Jutta Kreis) in Niederhausen und Thomas Häffner (für Ingo Klein) in Winterborn.
In manchen Gemeinden wählt traditionell der Rat den Ortschef
In 17 weiteren der – inklusive den Rockenhausener Ortsteilen Dörnbach und Marienthal – 38 Kommunen stellt sich der amtierende „OB“ als alleiniger Bewerber dem Votum der Bürger: von Alsenz (Karin Wänke) bis Unkenbach (Frank Müller). In zwölf Gemeinden wird es mangels Anwärtern keine Urwahl geben – dann wird der Bürgermeister anschließend vom neuen Rat gewählt. Und mancherorts ist dies langjährige Tradition – so kann sich der oder die Vorsitzende sicher sein, die Mehrheit des Gremiums hinter sich zu haben. Auch wird mitunter abgewartet, wer bei den Wahlen zum Gemeinde- oder Ortsbeirat die meisten Stimmen erhalten hat und sieht darin einen Fingerzeig für die Besetzung der Führungsposition. So ist beispielsweise Oskar Stark in Rathskirchen seit 30 Jahren im Amt – direkt gewählt wurde er bisher noch nie.
Noch zwei Jahre länger, seit 1992, lenkt ein weiteres kommunalpolitisches Urgestein die Geschicke seines Ortes: Bernhard Kiefer in Gehrweiler. Er tritt im Juni nicht mehr, auch hier wählt erst der Rat den Nachfolger.