Gerolsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Haushaltslage verschlechtert sich

Wird teurer: das Dorfgemeinschaftshaus in Gerolsheim, ein Veranstaltungsort für Vereine.
Wird teurer: das Dorfgemeinschaftshaus in Gerolsheim, ein Veranstaltungsort für Vereine.

Die Ortsgemeinde Gerolsheim muss den zweiten Teil ihres Doppelhaushalts justieren. Der Nachtrag führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Ertragslage.

Carmen Hochstein von der Verbandsgemeinde Leiningerland erläuterte die neuen Zahlen am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung. Vermutete Preissteigerungen hier, weniger Steuereinnahmen dort: Unterm Strich bringen die veränderten Haushaltsansätze nun ein Defizit von fast 192.000 Euro, nachdem bei der Erstellung des Doppelhaushalts ein Überschuss von knapp 11.000 Euro erwartet worden war. Damit können die Ratsmitglieder leben, sie stimmten alle für den Nachtragshaushalt.

Manche Posten verändern sich aber auch zugunsten der Ortsgemeinde, etwa die Gewinnerwartung aus dem Betrieb des Elektrizitätswerks oder Zuwendungen vom Land. In der Kindertagesstätte steigen die Personalkosten um mehr als 162.000 Euro, das kann der ebenfalls gestiegene Zuschuss des Landkreises Bad Dürkheim nicht wettmachen. Der Kreis übernehme nun einmal nur 87,5 Prozent der Personalkosten, erklärte Hochstein. Neu eingestellt in den Haushalt wurden 150.000 Euro für die Umgestaltung des katholischen Pfarrheims, das ab August bis auf Weiteres eine vierte Kindergartengruppe beherbergen soll.

Die nun entstandene Haushaltslücke kann Gerolsheim aus seinen Rücklagen schließen. Diese werden dann Ende dieses Jahres rund 1,77 Millionen Euro betragen. Der Investitionsschuldenstand von rund 147.000 Euro wird sich im Laufe des Jahres etwas verringern.

Gebühren für Dorfgemeinschaftshaus steigen

Auch im Investitionsplan gibt es Änderungen. So muss zum Beispiel nun doch mit Anschaffungen für Bauhof und Seniorenraum gerechnet werden. Carmen Hochstein gab außerdem einen Überblick über die freiwilligen Leistungen. Dazu gehört der Ausgleich von Defiziten bei Einrichtungen wie Friedhof, Grünanlagen oder Dorfgemeinschaftshaus (DGH) sowie bei Kerwe oder Seniorenraum. Alles in allem gibt die Gemeinde in diesem Jahr dafür fast 198.000 Euro aus.

Fast die Hälfte davon fließt in die Deckung der DGH-Kosten. Am Donnerstag hat der Gemeinderat beschlossen, die seit 2013 nicht mehr veränderten Nutzungsgebühren zu erhöhen. Beispiel: Ein Verein, der einmal pro Woche die Halle samt Dusche nutzt, zahlt künftig 800 Euro im Jahr statt bislang 700 Euro. Die Gebühr für die Nutzung des DHG für Veranstaltungen ohne Eintritt kostet pro Tag 100 Euro, bislang 80.

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