Eisenberg „Bürger für Bürger“: Eisenberg ist um einen Verein reicher
Aktiv auf Hilfesuchende zugehen: Dieser Ansatz soll den neuen Verein prägen. Dieser Tage wurde „Bürger für Bürger“ gegründet. 35 Interessierte trafen sich hierzu in den Jahnstuben und beschlossen mehrheitlich die neuen Vereinsziele sowie eine Satzung – und sie wählten einen Vorstand. Initiator Stefan Lauble gab zu Beginn ausführliche Informationen, um was es dem Verein geht. Er soll auf keinen Fall in Wettbewerb zu bestehenden anderen Vereinen und Organisationen im Sozialbereich treten, sondern hiervon unabhängig aktiv werden.
„Wir müssen auf die Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, zugehen“, sagte Lauble. Dies könne beispielsweise die Erledigung von Einkäufen für Menschen sein, die gebrechlich oder einfach nur alt sind und nicht mehr so mobil. Auch Menschen aus anderen Kulturkreisen, die bei uns leben, seien oft auf die Unterstützung bei dem Gang zu Behörden oder Ärzten angewiesen. Aber auch der ganz normale Dialog mit den Menschen, die einem begegnen, soll beachtet werden. „Wir müssen nicht immer wortlos aneinander vorbeigehen“, sagte Lauble.
Jugend im Fokus
Die aktive Ansprache steht im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Ein großes Betätigungsfeld sieht der Verein auch bei der Jugendarbeit. „Wo können sich die jungen Menschen eigentlich treffen, ohne dass irgendeiner was zu meckern hat“, fragte Lauble. Viele wollten sich nicht einem Verein anschließen, sondern unabhängig bleiben. Früher hatte Eisenberg ein Jugendzentrum, doch seit vielen Jahren gebe es keine vergleichbaren Einrichtungen mehr.
Einige Teilnehmer der Versammlung berichteten von ihrer bisherigen Arbeit in den vom Verein angesprochenen Bereichen. Sie seien aber Einzelkämpfer, und auf Dauer könnten sie so aber nicht leisten, was notwendig wäre. Sehr detailliert wurden dann einzelne Punkte der Vereinssatzung diskutiert. Am Schluss war man sich einig: Der Verein „Bürger für Bürger“ wird gegründet und um auch die Arbeit auf breite Schultern zu verteilen, verständigte man sich auf einen 13-köpfigen Vorstand.
Zum Vorsitzenden ist Stefan Lauble gewählt worden. Seine drei Stellvertreter, jeweils mit bestimmten Schwerpunkten, wurden Bernd Willi Stricker (Kinder- und Jugendthemen), Anneliese Ecker-Henn (Migration und Integration) und Julia Liedke (Seniorenarbeit). Kassenwartin ist Angelika Piegsa, die Stellvertretung hat Gabor Nagy inne. Nils Herting übernimmt die Rolle des Schriftführers, für Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen sind Lena Macaluso und Daniel Volz verantwortlich. Als Beisitzer wurden Alaa Ibrahim, Seyfettin Erdic, Berhe Tadessa und Elias Trudund in den Vorstand gewählt.