Donnersbergkreis Aufgelesen: Ein bisschen Balsam für die Seele
Das mit den Lichtblicken ist im Fall von Thomas Illy wörtlich zu nehmen: Jedes Jahr zur Adventszeit verwandelt er zur Freude seiner Frau und den Kindern das Haus in der Winnweilerer Industriestraße in eine strahlende Glitzerwelt. Es gibt massenweise Lichterketten, Engel, Rentiere samt Schlitten, Schneemänner, einen sechs Meter hohen Pyramidenbaum, ein selbstgebasteltes Netz mit der Aufschrift „Merry Christmas“, neuerdings auch 2,50 Meter hohe Zuckerstangen, ein Geschenkehaus, eine Krippe mit Weihnachtsmusik und, und, und. Kurz nach der Jahrtausendwende hat den 44-Jährigen die Leidenschaft für Weihnachtsbeleuchtung gepackt, seit vier Jahren lebt die Familie in Winnweiler. Mittlerweile zieren rund 130.000 (!) Lichter – übrigens gut gesichert – das von der Jakobstraße aus zugängliche und auf der anderen Seite schon von der B 48 aus zu sehende Gebäude. Wer möchte, darf dieses gerne persönlich in Augenschein nehmen. Illy: „Gerade jetzt, in der schweren Zeit und wo keine Weihnachtsmärkte stattfinden, ist jeder herzlich willkommen!“
Doch wo Licht ist, gibt’s bekanntlich auch Schatten – die Kontraste zwischen beiden hat Gerhard Jendryschik auf der Münchweilerer Gemarkung Röd mit der Kamera auf beeindruckende Weise festgehalten. Die Aufnahme erinnere ihn an eine Aussage von Carl Gustav Jung, Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie: „Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte.“ Mit anderen Worten: ohne Licht kein Schatten – und umgekehrt. Dies lässt sich für Jendryschik „auf die gegenwärtige Pandemie übertragen, wo viele Menschen ihre Empfindungen in ähnlicher Weise äußern.“
Ein Schneemann kämpft für das Gute
Empfindungen anderer Art hatte Irmgard Dülmer-Hirsch, als es Anfang Dezember den bislang einzigen Schnee des Winters gegeben hat. Denn sobald nur ein paar Flocken liegen bleiben, juckt es die Orbiserin in den Fingern, daraus kleine, goldige Figuren zu bauen. So auch hier: Dem Mini-Schneemann hat sie nicht nur ein Blumen-Hütchen, sondern zusätzlich ein „Lichtschwert“ verpasst. Dieses hat sie aus einem der zahlreich vorhandenen Eiszapfen gebastelt. Und natürlich, so Dülmer-Hirsch, komme die gefährliche Waffe „nur im Kampf fürs Gute“ zum Einsatz.
Nein, wirklich gekämpft haben Luna und Pepper nicht miteinander. Aber so ein wenig die Kräfte messen wollten der Chihuahua-Mischling von Thomas Steingaß aus Bolanden und die Französische Bulldogge seiner Nichte dann doch. Wie’s ausgegangen ist, wissen wir nicht – aber ein kleines bisschen neidisch werden kann man schon bei diesem Anblick: Schließlich kommen die beiden Vierbeiner aus unterschiedlichen Hausständen – und so nahe dürfen wir Menschen uns in diesem Fall momentan bekanntlich nicht kommen.
Zu nahe gekommen ist Andreas Fischer aus Falkenstein offenbar dem Christkind. Denn dieses hatte im Imsbacher Wald bei der ehemaligen Bergschmiede einen Tannenbaum geschmückt – laut dem Falkensteiner durchaus keine Seltenheit in unserer Region. Das Besondere hier: Es sind nicht nur Kugeln, sondern auch eine Weihnachtsspitze angebracht worden. Diese ist jedoch schief – Fischer vermutet deshalb, dass er „das Christkind gestört hat und dieses keine Zeit mehr hatte, die Spitze geradezurücken“. Vielleicht käme es aber nochmal vorbei – ein paar Tage hat es ja noch ...