Donnersbergkreis Aufgaben, Stoff, Fehlzeit – alles digital

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Am Veldenz-Gymnasium Lauterecken wird seit einigen Wochen in der Jahrgangsstufe fünf das digitale Klassenbuch getestet, das im Erfolgsfall auf alle Klassen ausgeweitet werden soll. Ohnedies sind in den Schulsälen des Gymnasiums bereits viele festinstallierte Laptops im Einsatz, die einen modernen Unterricht ermöglichen.

Wie Schulleiter Stefan Weber am Freitag bei einem Übergabetermin für Laptop-Abdeckungen erläuterte, wird in den fünften Klassen das analoge Klassenbuch in der Übergangsphase parallel geführt, während man die digitale Ausgabe erprobt. Da dieses System von der Schule ausgeht und nicht etwa vom Land gefordert ist, könnte nach der Testphase – sollten wider Erwarten größere Probleme auftauchen – auch das gewöhnliche Klassenbuch beibehalten werden. Wichtig sei es, so sagte er, dass das System praktikabel sei, also beispielsweise eine automatische Abmeldung des Lehrers erfolge, damit Schüler nicht doch „Korrekturen“ im Klassenbuch vornehmen könnten. Weber geht davon aus, dass das System um Ostern herum einwandfrei funktionierend in allen Klassenstufen eingeführt wird. Gerade in der Oberstufe, mit vielen verschiedenen Kursen, aber auch in Fächern wie Religion, Sport oder den zweiten Fremdsprachen, wo die Klassen nicht im Verbund unterrichtet werden, muss aktuell noch das Buch vom einen Raum in den anderen getragen werden. Momentan ist das digitale Klassenbuch, in dem Lehrstoff, Anwesenheit und Hausaufgaben festgehalten werden, nur den Lehrern und dem Sekretariat zugänglich. In einem zweiten Schritt wäre es auch denkbar, das System für Eltern zu öffnen, so dass sie auf Informationen zu ihrem Kind zugreifen könnten. Hier liegt jedoch noch kein Konferenzbeschluss vor, und es sei der Schule auch wichtig, die Eigenständigkeit der Schüler aufrecht zu erhalten, berichtete Weber. Bei Problemen werde aber auch weiterhin die Kommunikation mit den Eltern persönlich erfolgen. Die Vorteile des digitalen Klassenbuches liegen nach seinen Worten unter anderem darin, dass ein im Sekretariat telefonisch krank gemeldetes Kind direkt im System entsprechend markiert werden kann. Da in jeder Stunde die Anwesenheit festgestellt wird, fällt es direkt auf, wenn ein Schüler plötzlich nicht mehr da sein sollte, so dass nachgeforscht werden kann. Theoretisch wäre beispielsweise auch die Eingabe von Noten möglich. Das aber sei aktuell nicht geplant, sagte Weber. Der Klassenlehrer kann über das System die Hausaufgabenmenge überblicken und wenn nötig auf Kollegen einwirken. Erkrankten Lehrern wird es möglich, da das System über das Internet läuft, von Hause aus kurzfristig Arbeitsaufträge einzustellen. Über eine App, die eine Art „Abfallprodukt“ des digitalen Klassenbuches darstellt, können die Lehrer ihren individuellen Stundenplan inklusive Vertretungsstunden für jeden Tag einsehen. Verwaltungstechnisch wird es mit dem System auch einfacher, die Fehlzeiten im Blick zu halten und zu ermitteln, sodass statt „einer Zettelwirtschaft ein Knopfdruck reicht“ – Zeit, die in die Ausbildung der Schüler investiert werden könne, betonte Weber. Weber ist sich darüber im Klaren, dass allem Digitalen eine gewisse „Unsicherheit“ oder gar „Gefahr“ zugeschrieben werde, und bestreitet diese auch nicht per se. Jedoch seien die Server sicher. Und ob digital oder analog, wichtig sei der verantwortungsvolle Umgang mit dem benutzten Medium. Entscheidend sei also das Nutzungsverhalten, denn auch ein vergessenes (analoges) Notenbuch stelle ein Problem dar, betont Weber. Am Freitag nun hat die Firma Bito 35 speziell konstruierte Laptopabdeckungen als Spende übergeben. Die an den Arbeitsplätzen fest installierten Laptops müssen vor äußeren Einflüssen geschützt werden, denn unabsichtlich könnte beispielsweise ein Schwamm oder eine Tasche auf dem Laptop landen. Mit dem Kooperationspartner Bito sei eine möglichst einfache Lösung gesucht und auch gefunden worden, sagte Weber. Eine blaue, leicht abnehmbare Plastikbox, die mit vier Stäben in entsprechenden Öffnungen fixiert wird, bietet schnell und unkompliziert Schutz, wie der Schulleiter gleich demonstrierte. Die Produktion der eigens entwickelten Abdeckungen laufe automatisch, viele Stunden erforderte dagegen das Finden der möglichst „smarten“ Lösung, erklärte Alexander Ehrlich von Bito, mit dem schon Kooperationsprojekte an der Schule in Zusammenarbeit mit Lehrerin Helena Giegerich durchgeführt wurden.

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