Donnersbergkreis „Auf persönliche Attacken verzichtet“

Placeholder-Image

Zumindest bis zur nächsten Verbandsbürgermeisterwahl im Jahr 2016 bleibt Rudolf Jacob (CDU) in Personalunion Orts- und VG-Chef von Winnweiler. Bei der gestrigen Urwahl hat sich der 43-Jährige gegen den SPD-Herausforderer Rudolf Franzmann deutlich mit 58:42 Prozent der Stimmen durchgesetzt. „Das Ergebnis liegt ziemlich genau im Rahmen dessen, was ich von Anfang an erwartet habe“, sagte Jacob im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Insgesamt sei er sehr zufrieden mit dem Ausgang: „Rudolf Franzmann war ein ernstzunehmender Kandidat mit großer politischer Erfahrung. Zudem haben er und die SPD einen sehr aufwendigen und engagierten Wahlkampf gemacht.“ Fünf der sechs Bezirke hat Jacob gewonnen – nur in Hochstein hat es mit 95:95-Stimmen ein Patt gegeben. Aber auch das sei in der traditionellen SPD-Hochburg ein passables Resultat. Gleiches gelte für Alsenbrück-Langmeil, wo der Amtsinhaber 55 Prozent erhalten hat. Sein bestes Ergebnis hat Jacob mit 73 Prozent in Potzbach eingefahren, gefolgt vom Bezirk Rathaus (64 Prozent). Erfreulich sei aus seiner Sicht der faire Wahlkampf gewesen: „Jeder hat sich auf sein Ding konzentriert und auf persönliche Attacken verzichtet.“ Das bestätigte Franzmann: „Die Zeit der Lagerwahlkämpfe von vor 30 Jahren ist vorbei. Das ist gut für die Demokratie, aber manchmal auch schwierig für die Opposition.“ Über den Ausgang zeigte sich der 67-Jährige etwas enttäuscht: „Ich hätte mir mehr erwartet. Aber das Ergebnis ist eindeutig, da gibt’s nichts zu deuteln“, zeigte sich Franzmann als fairer Verlierer. Klar sei, dass es für ihn keinen erneuten Urwahl-Versuch geben wird. Offen ließ der frühere Landtagsabgeordnete, ob er im Fall seiner Wahl weiter im Gemeinderat mitarbeiten will: „Es ist schließlich an der Zeit, dass Jüngere das übernehmen.“ (kra)

x