Donnersbergkreis Auch Mathe kann Spaß machen
Rund 300 Schülerinnen und Schüler waren am vergangenen Mittwochvormittag in das Festhaus in Winnweiler gekommen, um sich für ihre Leistungen im Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ (MoG) auszeichnen zu lassen.
Die Teilnehmer der 23. Auflage dieser Veranstaltung wurden von der Wettbewerbsleiterin, Studiendirektorin Gabriele Lapport vom Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern, begrüßt und durch das Programm der knapp dreistündigen Veranstaltung geführt. Lapport skizzierte den besonderen Charakter des Wettbewerbs (siehe „Zur Sache“) und die erfreulich positive Entwicklung, die er in 29 Jahren genommen habe. Von entscheidender Bedeutung für ein gutes Abschneiden sei der Teamgeist, der ja mittlerweile auch in vielen Berufen zum Standard gehöre. Als Vertreter des MoG-Fördervereins gratulierte Edgar Römelt allen Anwesenden. Er betonte, dass vor allem wegen seiner besonderen Arbeitsformen der Wettbewerb auch etwas Besonderes in der Schullandschaft darstelle. Organisatorisch und logistisch gesehen bringe er zwar eine gewisse Störung des Schulalltags mit sich, dies werde aber bei weitem aufgewogen von der motivierenden Wirkung, die von einem Wettbewerb ausgehe, sowie von der Erprobung der bereits erwähnten besonderen Arbeitsformen. Danach war Musik angesagt: Alle Darbietungen wurden von Solisten des Göttenbach-Gymnasiums Idar-Oberstein vorgetragen. Benedikt Wendling aus der MSS 11 begeisterte mit einem Klaviervortrag des 3. Satzes der Waldsteinsonate von Ludwig van Beethoven. Er blieb am Klavier, um zusammen mit den Altblockflöten von Timea Wensky (10. Klasse) und der Lehrerin Bettina Wegmann eine Triosonate von Jacques-Martin Hotteterre zu Gehör zu bringen. Nach einer kurzen Pause – zur Stärkung gab es Getränke und Brezeln – ging es zunächst musikalisch am Klavier weiter. Eine Sonatine von Carl Maria von Weber und der bekannte Ungarische Tanz Nr. 5 von Brahms wurden gekonnt vierhändig von Luisa Schmunk (8. Klasse) und der Lehrerin Maria Schukov vorgetragen. Anschließend wurde als letzter Programmpunkt vor der Preisverleihung ein Mathe-Quiz veranstaltet. Es war von Sascha Spohr, Lehrer am ortsansässigen Wilhelm-Erb-Gymnasium, vorbereitet worden und wurde von ihm auch unterhaltsam moderiert. Bis zu diesem Zeitpunkt war zwar allen anwesenden Schülerinnen und Schülern klar, dass sie zu den Preisträgern gehörten, aber die Platzierungen waren noch nicht bekannt. Gabriele Lapport rief die Klassen und Kurse auf die Bühne. Jede Gruppe bekam eine Urkunde und einen Geldpreis, der von der Volksbank Kaiserslautern Westpfalz gespendet und von Bernd Port überreicht wurde. Zuerst gab es zwei Sonderpreise: Die beste Realschulklasse kam von der St.-Franziskus-Realschule Kaiserslautern; sie konnte sich unter allen 10. Klassen als 47. und vor vielen weiteren Gymnasialklassen platzieren. Der Sonderpreis für den besten Grundkurs ging an das Siebenpfeiffer-Gymnasium nach Kusel. Er belegte hinter zehn Leistungskursen den 11. Platz. Bei den 10. Klassen dominierten Schulen aus Kaiserslautern: Burggymnasium, Albert-Schweitzer- Gymnasium und Heinrich-Heine-Gymnasium auf den Plätzen fünf, vier und drei. Auf den ersten Platz kam das Gymnasium am Rittersberg, das sich diesen Rang mit dem Göttenbach-Gymnasium Idar-Oberstein teilte. Sechs verschiedene Schulen gab es bei den Preisträgern der MSS-11-Kurse: Den 5. Platz belegten gemeinsam das Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel und das Gymnasium an der Heinzenwies in Idar-Oberstein. Das Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden, das Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler und das Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern lagen auf den Plätzen vier, drei und zwei. Als Siegerschule ging hier das Sickingen-Gymnasium aus Landstuhl hervor. Die Geldpreise, die nicht für die Schule, sondern für die Klassenkasse bestimmt sind, bewegten sich je nach Platzierung zwischen 75 und 375 Euro, die Gesamtgewinnsumme lag bei 2450 Euro. Die von Lapport souverän geleitete Veranstaltung bekam noch einen schönen musikalischen Schlusspunkt durch das Lied „The night we met“ von Lord Huron, gesungen von Lea Marger und Martin Mayer und an der Gitarre begleitet von Tristan Arens. Danach gab es als Zugabe noch die Eigenkomposition „Daydream“.