Donnersbergkreis Arbeitsmarkt: Lage nicht gut, aber ein klein wenig besser
Die Arbeitslosenquote im Donnersbergkreis ist damit ganz leicht von sechs Prozent im Mai auf nun 5,9 Prozent gesunken. Sie lag 1,4 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats. Dem Arbeitgeber-Service wurden ferner in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Kreis 60 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren sieben mehr als im Mai und 70 weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Im Bestand befanden sich zum Zähltag noch 476 offene Stellen.
In Bezug auf die gesamte Westpfalz hätten sich insbesondere in den beiden Monaten zuvor die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt gezeigt. Die Anzahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz war im April und im Mai deutlich angestiegen – und das, obwohl eine Vielzahl an Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit nutzte und auch weiterhin nutzt, um die Krise zu überbrücken und die Fachkräfte im Unternehmen zu halten, so die Agentur für Arbeit.
Quote in der Westpfalz unverändert bei 6,9 Prozent
Die nun vorliegenden Zahlen zum Arbeitsmarkt im Juni spiegelten bereits die schrittweisen Lockerungen aus den Landesverordnungen wider. So hätten in den vergangenen vier Wochen wieder mehr Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden können, als das noch im Mai der Fall gewesen sei. Gleichzeitig wurden weniger Zugänge in die Arbeitslosigkeit gezählt. Das habe dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit im Juni nahezu konstant geblieben sei.
Insgesamt zählte die Agentur für Arbeit in der Westpfalz 19.444 Arbeitslose. Das waren nur sechs mehr als im Mai und 3338 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag damit wie im Vormonat bei 6,9 Prozent und 1,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.
Unternehmen suchen weiter nach Mitarbeitern
„Die Corona-Bremse am Arbeitsmarkt ist gelockert. Nun blicken wir gespannt auf die kommenden Wochen und Monate und die Entwicklung in der Ferienzeit. Positiv stimmt uns, dass die Betriebe aus der Region im Juni erneut mehr als 600 freie Arbeitsstellen gemeldet haben. Das ist ein gutes Signal“, sagte Martina Sarter, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit lagen im Juni in der gesamten Westpfalz 4207 Stellenangebote im Bestand vor. Das waren 35 mehr als im Mai und 679 weniger als im Juni des Jahres 2019.
Die im Juni 608 neu gemeldeten Stellen machten deutlich, dass die Unternehmen auch in der Krise weiter Ausschau nach potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hielten. Sarter: „Für arbeitslose Menschen gibt es nun wieder Perspektiven. Die Aussichten auf eine Wiedereinstellung oder auf eine neue Chance verbessern sich. Wir beobachten das weitere Geschehen intensiv und unterstützen die Menschen in der Region auch weiterhin auf dem Weg zu einer neuen Anstellung – mit Beratung, Stellenangeboten, finanziellen Unterstützungsleistungen und Weiterbildungsangeboten.“