Donnersbergkreis Anzahl der Roten Karten „erschreckend“

In Ramstein-Miesenbach kamen am Samstag Vertreter der 16 Vereine der Fußball-Bezirksliga Westpfalz mit ihrem Staffelleiter Harald Ruffing zusammen, um die erste Saisonhälfte zu reflektieren und organisatorische sowie regeltechnische Dinge für die Rückrunde zu besprechen.
Unter anderem wurde eine Regeländerung bekannt gegeben: Ab sofort muss für den Schiedsrichter erkennbar sein, welcher Spieler einen Strafstoß ausführen möchte. „Es darf nicht mehr sein, dass ein Spieler den Ball auf den Elfmeterpunkt legt, ein anderer Spieler diesen aber durchführt.“ Sollte das geschehen und der Ball ins Tor gehen, wird der Schütze verwarnt und der Strafstoß wiederholt. Andernfalls gibt es einen indirekten Freistoß vom Elfmeterpunkt. Auch das ewige Thema Schmuck kam noch einmal zur Sprache. So wurde ausdrücklich betont, dass Schmuck auf dem Feld nichts zu suchen hat und nicht durch ein Tape abgeklebt werden darf. Sollte daher ein Ring nicht mehr vom Finger gehen, müsse selbst im Hochsommer mit Handschuhen gespielt werden. Sehr erfreulich waren für den Staffelleiter die Anzahl der Gelben und Gelb-Roten Karten in der Hinrunde sowie keine einzige negative Erscheinung abseits des Platzes. 481 Mal mussten die Unparteiischen an den ersten 15 Spieltagen Akteure verwarnen. Das waren 60 Karten weniger als noch in der Vorsaison. Auch die 26 Ampelkarten waren sechs Stück weniger als im selben Zeitraum zuvor. „Erschreckend ist jedoch die Tatsache der Roten Karten“, appellierte Ruffing an seine Sportkameraden. „Alleine in den letzten drei Spieltagen vor der Winterpause gab es sieben Rote Karten. Zu den 28 Platzverweisen aus der Hinrunde gerechnet liegen wir damit schon bei 35 und somit nur sieben Verweise unter der Gesamtanzahl der vergangenen Saison.“ Nur ein Team, der VfB Reichenbach, steht ohne Rote Karte da und liegt hinter dem TuS Jettenbach auf dem zweiten Platz der Fair-Play-Tabelle. Trauriges Schlusslicht bildet in dieser Statistik bisher der Aufsteiger MTV Pirmasens. Beim Thema Eintritt für Zuschauer wurde Ruffing noch einmal deutlich: „Es kann nicht sein, dass wir festschreiben, dass 3,50 Euro Eintritt verlangt werden und es dann Vereine gibt, die mehr verlangen oder einen Unterschied bei Frauen machen.“ Dies sei ausdrücklich zu unterlassen. Des Weiteren legte er den Vereinen nahe, aufgrund des Versicherungsschutzes der Zuschauer wieder Eintrittskarten einzuführen. Wiederum Erfreuliches hatte Ruffing von den Zuschauerzahlen zu vermelden. Insgesamt sahen sich in dieser Saison bereits 17.108 Zuschauer die 140 Spiele der Bezirksliga an, im Schnitt 122 Zuschauer pro Spiel. Spannend wird die Rückrunde für die Zuschauer allemal, denn „im ungünstigsten Fall“ steigen vier Mannschaften ab, und die Liga könnte unter Umständen in der nächsten Saison durch Konstellationen aus den anderen Spielklassen auf 17 Mannschaften aufgebläht und durch eventuell dann sechs neue Mannschaften ordentlich durchgewürfelt werden. Der Kampf um Klassenerhalt und die Meisterschaft beginnt am 22. Februar mit drei Nachholspielen und startet eine Woche später regulär durch. (fns)