Donnersbergkreis Anfängliche Zweifel sind längst gewichen

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Anfangs hatte sie Zweifel, ob Kindergärtnerin – wie man damals noch sagte – der richtige Beruf für sie ist. Im Laufe der Jahre ist Eva Cöster aber ihre Arbeit mehr und mehr ans Herz gewachsen. Jetzt hat die Leiterin der Kindertagesstätte Seelen ihr 40. Dienstjubiläum gefeiert.

In dieser Zeit hat Cöster eine Menge Veränderungen erlebt. Und dennoch würde sie den Erzieher-Beruf inzwischen immer wieder wählen. Seit 1975 betreut sie Kinder in der VG Rockenhausen. Nach ihrer Ausbildung in einer Fachschule in Speyer hat sie ihr Anerkennungsjahr im evangelischen Kindergarten Rockenhausen absolviert. Seitdem hat Cöster die VG in beruflicher Hinsicht nicht verlassen: Stationen waren die Kindergärten in Würzweiler und Dielkirchen, seit 1981 leitet sie die Kita Seelen. Einige Dinge fallen der Jubilarin ein, die heute anders als zu Beginn ihrer Laufbahn sind und teils auch eine Herausforderung bedeuten. Das beginnt schon beim Namen: Früher verbrachten die Kleine ihre Zeit im Kindergarten, heute besuchen sie eine Kindertagesstätte. Und mit dieser Bezeichnung hat sich auch die komplette Struktur der Einrichtungen gewandelt: Heute verbringen die meisten Kinder tatsächlich einen beträchtlichen Teil des Tages in der Kita. Neben den damit zusammenhängenden „neuen“ Abläufen – Mittagessen, schlafen und anderes mehr – werde der Alltag im Kindergarten ihrer Meinung nach vor allem durch die zig Fortbildungen erschwert, die quasi nebenbei gestemmt werden müssen. Trotzdem betont Cöster, wie wichtig diese sind – sie selbst habe sich beispielsweise 1992 in der Heilpädagogik weitergebildet. Heutzutage müssten junge Erzieherinnen vor allem die Frühpädagogik auf dem Plan haben: „Das ist die Zukunft.“ Schließlich werden die Kinder bei ihrer Aufnahme immer jünger, Zweijährige sind längst schon die Regel. Natürlich spielt auch in Seelen die Frühpädagogik eine Rolle: Es gibt eine Gruppe mit 19 Kindern, von denen acht unter drei Jahren sind. Außerdem sind für Kinder spezielle Förderungen oder Kooperationen – beispielsweise mit Grundschulen – von großer Bedeutung. Cöster ist dabei stolz auf ihre Tagesstätte: „Man muss eben mithalten“, sagt die Erzieherin – dies sei in Seelen der Fall. Obwohl sie einst zweifelte, ob sie ihr Leben lang Erzieherin bleiben wollte, und trotz aller Herausforderungen: Für Eva Cöster ist der Beruf zur Berufung geworden. Sie möchte ihn keinesfalls missen – zumindest nicht in ihren letzten fünf Dienstjahren. (fisi)

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