Volleyball
Alsenzerinnen tanzen auf zwei Hochzeiten
Zum dritten Mal in dieser Saison haben die Volleyballerinnen der TuS Alsenz in der Rheinhessenliga am Samstag einen Heimspieltag. Es geht für die viertplatzierten Alsenzerinnen gegen Tabellenführer TuS Marienborn, danach gegen den Tabellendritten BGV Simmern. Der Spieltag beginnt schon um 12 Uhr – früher als üblich. Denn danach geht es für die Hälfte der Mannschaft am Abend noch weiter mit sportlicher Aktivität – dann bei der Prunksitzung des Alsenzer Carneval Vereins, die um 19.11 Uhr in der Nordpfalzhalle beginnt. Ein Tanz auf zwei Hochzeiten sozusagen.
„Das Heimspiel wurde wegen der Prunksitzung auf 12 Uhr vorverlegt, ursprünglich sollte es um 15 Uhr beginnen“, bestätigt TuS-Teamkapitänin Emily Linn. Denn etwa die Hälfte des Teams hat am Abend einen Tanzauftritt. Aus diesem Grunde „hatten wir zuletzt an den Abenden immer volles Programm“, so Linn. „Entweder Tanztraining oder Volleyballtraining.“ Gerade bei Zweiterem sei es in den vergangenen Wochen etwas schwieriger gewesen: „Unser Trainer Stephan Moers ist schon seit der letzten Woche nicht da, weil er verreist ist. Dazu gab es ganz viele Krankheitsausfälle in der Mannschaft.“
Nur noch zu acht
Auch für Samstag sieht die Spielerdecke eher dünn aus, da Lena Walter sich verletzt hat und Sportverbot hat. „So haben wir am Samstag nur noch acht Leute“, sagt Linn. Verstärkung aus der zweiten Mannschaft wird es diesmal nicht geben. Denn die steigt nach ihrer langen Winterpause am Samstag in der Kreisklasse B auch wieder ins Spielgeschehen ein. Mit einem Spitzenspiel sogar: Die als Spitzenreiter noch ungeschlagene TuS II (15 Punkte) tritt beim Tabellenzweiten SG TG Worms/TuS Hochheim III an, der vier Punkte weniger hat. „Das ist auch der Grund, warum die zweite Mannschaft mit ihren besten Leuten antreten will und keiner bei uns aushelfen kann“, erklärt Linn.
Ihr Team kann eigentlich ohne jeden Druck aufspielen. Denn: „In der Tabelle ist jetzt nach oben für uns alles abgefahren, was abfahren kann“, sagt auch Linn. „Wir stehen im Mittelfeld, müssen nur gucken, dass nach unten auch nicht mehr so viel geht.“Allerdings stehen die Chancen auf einen Erfolg am Samstag zumindest im ersten Spiel gegen Marienborn eher mäßig.
„Furchtbares“ Hinspiel
„Die haben ein Spiel mehr, aber Marienborn hat ja fast doppelt so viele Punkte wie wir“, weiß auch Linn angesichts von 30 Zählern des Tabellenführers gegenüber derer 16 bei der TuS Alsenz. Auch die Erfahrungen aus dem Hinspiel in Marienborn, in dem Alsenz eine klare 0:3-Niederlage hinnehmen musste, schüren nicht gerade die Hoffnungen. „Das Hinspiel in Marienborn war furchtbar, weil bei uns gar nichts lief“, sagt auch Linn. „Aber wenn man jetzt nach mehr als der Hälfte der Saison sieht, wo Marienborn steht, muss man realistisch sagen, dass die echt stark sind. Da können wir am Samstag nicht mit drei Punkten rechnen.“
Anders sieht es aber im zweiten Spiel gegen Simmern aus. Denn hier lief das Hinspiel für Alsenz erfreulicher. „In Simmern hatten wir im Hinspiel noch im Tiebreak nach einem Zwei-Satz-Rückstand gewonnen“, ruft Linn in Erinnerung. „Da ist das Ziel ein Sieg. Ich glaube, das einzige, was uns da in die Quere kommen könnte, ist die Kraftfrage, weil es das zweite Spiel am Samstag ist. Es wäre aber auf jeden Fall schön, wenn da mal wieder ein Sieg rausspringen würde, es wäre mal wieder Zeit.“
Keine Schonung
Fest steht jedenfalls schon, dass Alsenz die Spielerinnen, die am Abend noch tanzen, nicht schonen kann, weiß Linn: „Die eigentliche Taktik, die Leute, die auftreten, etwas weniger spielen zu lassen, wird jedenfalls nicht aufgehen, weil wir nicht genug Leute sind.“ Und krank werden darf auch keine mehr. „Bloß nicht. Wenn wir da den Tanz deswegen noch mal auf die Schnelle umbauen müssten, wäre echt total stressig. Das hatten wir schon einmal. Ich sage einfach mal, es darf einfach keine mehr krank werden.“